Seit 2007 ist „Düren Leuchtet“ der strahlende Auftakt in die dunkle Jahreszeit. Über 60.000 Besucher lockte die Traditionsveranstaltung im vergangenen Jahr in die Stadt – Zahlen, die über Passantenfrequenzmessungen von Hystreet.com belegt sind und Düren zu den absoluten Publikumsmagneten der Region zählen lassen. Kurz vor dem Start des Weihnachtsgeschäfts soll die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder die Dürener Innenstadt und den lokalen Einzelhandel stärken. Doch bei der kommenden Ausgabe dürfen sich die Besucher auf spürbare Neuerungen freuen.
Mehr Zeit zum Flanieren: Warum es keine Bühnen mehr gibt
Die auffälligste Änderung im Konzept: Feste Bühnenprogramme gehören vorerst der Vergangenheit an. Einzig das große Eröffnungsfeuerwerk um 18:00 Uhr vom Rathaus aus bleibt als zeitlicher Fixpunkt bestehen. Aus Sicherheitsgründen wird hierfür ein Großteil des Kaiserplatzes abgesperrt.
Manuel Keischgens vom Organisationsteam erklärt die strategische Entscheidung hinter dem Bühnenverzicht: In den Vorjahren hetzten viele Besucher von einem Auftritt zum nächsten. Der Verzicht auf feste Shows soll den Druck herausnehmen und die Verweildauer in der Stadt erhöhen. Die Menschen sollen entspannt durch die Einkaufsstraßen flanieren, die Gastronomie nutzen – die auf dem Marktplatz durch zusätzliche Foodstände ergänzt wird – und die geöffneten Geschäfte beim Late-Night-Shopping bis 22:00 Uhr besuchen.
Magische Themenwelten und meterhohe Giganten
Als Ersatz für die Bühnen setzt das Organisationsteam auf deutlich mehr und vor allem gigantischere Leuchtelemente – insgesamt über 90 Lichtinstallationen verwandeln Düren unter dem Motto „Magische Welten“:
- Weltall auf dem Markt: Eine riesige Weltkugel und Mondelemente prägen den Marktplatz. Highlight ist „Vector“ – eine imposante, über 7 Meter hohe Weltallfigur, die von sechs Personen gesteuert wird.
- Waldwelt in der Kölnstraße: Grünes Laternenlicht und beleuchtete Bäume erschaffen eine zauberhafte Waldatmosphäre zum Durchflanieren.
- Unterwasserwelt & Meeresriesen: Durch die Wirtelstraße „schwimmen“ drei riesige, blau beleuchtete Wale. Am Wirteltorplatz erwartet die Besucher eine massive Krake, die als Leuchtobjekt aus einem Museum nach Düren geholt wurde.
Ergänzt wird das Spektakel von acht mobilen Walking Acts: bunte, illuminierte Stelzenläufer, die den ganzen Abend dynamisch durch die Fußgängerzone ziehen.
Kultur und Blaulichtmeile
Auch abseits der Einkaufsstraßen bietet das Event Programm. Auf dem Kaiserplatz wird wieder die beliebte Blaulichtmeile aufgebaut – diesmal unter anderem mit einem Tauchcontainer.
Wer Kunst und Kultur sucht, profitiert von der Langen Nacht der Museen (18:00 bis 24:00 Uhr bei freiem Eintritt): Das Leopold-Hoesch-Museum bietet eine eigene Lichtinszenierung sowie ein Konzert von Cat Storm, während im Papiermuseum zwischen 19:00 und 21:00 Uhr Papierschöpfen angeboten wird.
Die Macher hinter dem Event: Optimismus und starke Vernetzung
Hinter der Großveranstaltung steht ein eingespieltes Team aus Stadt, Handel und Dienstleistern. Auf der Pressekonferenz im Lumen Filmtheater machten die Verantwortlichen deutlich, wie wichtig der Zusammenhalt für ein solches Großprojekt ist:
- Bürgermeister Frank Peter Ullrich betont die Bedeutung für die Stadtentwicklung: In einer Stadt mit 56.000 Einwohnern im Kerngebiet über 60.000 Besucher zu begrüßen, zeige das enorme Potenzial. Düren verfüge weiterhin über einen vielfältigen Handel, der durch solche Events sichtbar gemacht werde.
- Winfried Krantz (Citymaagement / Einzelhandelsvertretung) verweist auf die hohe Zentralitätskennziffer der Stadt (über 127) und das regionale Einzelhandelsvolumen von 700 Millionen Euro. „Düren Leuchtet“ sei die ideale Gelegenheit, die Anziehungskraft Dürens einem breiten Publikum zu präsentieren.
- Manuel Keischgens & Laura Basner zeigten sich dankbar für die Zusammenarbeit im Team und mit Sponsoren. Neben der Erstellung einer Übersichtskarte liegt ihr Fokus darauf, den Besuchern ein rundes Erlebnis zu bieten. Ein professionelles Sicherheitskonzept von Wolff Dienstleistungen sorgt wie im Vorjahr für geregelte Abläufe bei den Menschenmengen.
Bei vorhergesagtem guten Wetter steht einem strahlenden Herbstabend in Düren nichts im Wege.
