Nach der Fußball-Bundesligabegegnung 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach am Samstagnachmittag (21. März) zieht die Polizei Köln (Stand: 18 Uhr) eine erste vorläufige Einsatzbilanz. Bereits gegen Mittag hatte sich der Kölner Fanmarsch in Höhe des Technologieparks in Köln-Braunsfeld in Richtung Stadion in Bewegung.
Zeitgleich begleiteten Einsatzkräfte rund 450 mutmaßliche Störer von Borussia Mönchengladbach von der S-Bahn-Haltestelle Weiden-West in Richtung Stadion.
Die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) setzten bis zu sieben Sonderzüge ein, mit denen sie die Gäste-Fan-Szene aus Mönchengladbach aus verschiedenen Richtungen zum Spielort brachten. Selbst als ein Zug versehentlich zum Hauptbahnhof geleitet wurde, reagierten Polizei und die KVB zügig und ließen drei der Sonderbahnen zum Neumarkt umleiten, wo die Auswärtsfans wieder aufgenommen und zum RheinEnergieSTADION gebracht werden konnten. In einer dieser Bahnen kam es zu einer Sachbeschädigung durch einen namentlich bekannten Tatverdächtigen. Eine Fensterscheibe ging dabei zu Bruch. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet und entsprechendes Videomaterial gesichert.
„Das Einsatzkonzept mit mehr als 1.400 Polizistinnen und Polizisten ist aufgegangen. Auch spontanen Abweichungen vom geplanten Einsatzverlauf konnte insbesondere mit der KVB begegnet werden. Unsere Vorbereitungen haben die gewünschte Wirkung gezeigt. Größere Auseinandersetzungen der rivalisierenden Störerlager konnten verhindert werden“ bilanziert Leitender Polizeidirektor Martin Lotz. Die Polizei Köln hatte sich vor dem Spiel bereits auf die Ankunft von gewaltbereiten Störern eingestellt.
Teils vermummte Personen hatten während der Bundesligabegegnung im Gäste- sowie im Heimblock vermehrt Pyrotechnik in Form von Rauchtöpfen und Leuchtfackeln gezündet. Einsatzkräfte schrieben entsprechende Strafanzeigen und sicherten das Videomaterial.
Gegen 16.40 Uhr wurde den Einsatzkräften über den Ordnerdienst im Stadion eine Körperverletzung gemeldet. Ein stark alkoholisierter Stadionbesucher hatte einen Mitarbeiter des Ordnerdienstes ins Gesicht geschlagen. Ihn erwartet eine Strafanzeige. Das Stadion musste er nach dem Vorfall verlassen.
Des Weiteren sind zwei Zuschauer im Stadion durch Becherwürfe verletzt worden. Ein Geschädigter konnte vor Ort behandelt werden, der zweite Mann musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Während der Abreise stellten Einsatzkräfte am frühen Abend zwei verdächtige Männer fest, die nach ersten Erkenntnissen mit Bohrmaschinen die Reifen von bislang 17 Autos mit Mönchengladbacher Kennzeichen auf einem Parkplatz in Merzenich bei Düren beschädigt haben sollen. Die Ermittlungen hierzu dauern an.
Nach Spielende kam es auf den Vorwiesen zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren, zum Teil alkoholisierten, Anhängern des 1. FC Köln und einem Anhänger des Gastvereins. Der Mann erlitt leichte Verletzungen. Die Polizei leitete ein Strafverfahren ein.
Versammlungslage
Die parallel zum Fußballspiel verlaufene Versammlung mit dem Thema „Für Demokratie – gegen Rassismus“ mit mehreren Hundert Teilnehmenden verlief störungsfrei und auflagenkonform. Auch hier hatte die Polizei mit Einsatzkräften die Auftaktkundgebung auf dem Sudermanplatz, die Aufzugsstrecke über die innerstädtischen Ringe bis zum Hohenzollernring und das dortige Versammlungsende gegen 16.45 Uhr begleitet.
Außer den bereits im Vorfeld angekündigten Verkehrseinschränkungen kam es nach jetzigem Stand zu keinen nennenswerten Vorkommnissen im Zusammenhang mit der Versammlung. (cr/al)
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