Die Einwechslungen von Gregor Pernus (Nr. 5) und Kyle Paulson (Nr. 7) haben das Dürener Spiel belebt. Foto: jd-photoart.de
In der Volleyball Bundesliga gelingt den SWD powervolleys Düren die Revanche gegen die Helios Grizzlys Giesen. Wie im Hinspiel ging die Partie über die volle Distanz. Diesmal hatte Düren das bessere Ende im Tiebreak für sich. Nach zweidreiviertel Stunden gewinnt Düren die Partie mit 3:2 (25:22, 21:25, 23:25, 32:30, 15:13). Die SWD powervolleys springen vorläufig auf Platz zwei der Tabelle. Allerdings hat die SVG Lüneburg mit einem Sieg am Sonntag die Chance, wieder vorbeizuspringen.
Viele Wechsel tun Düren gut
Trainer Christophe Achten musste in der Partie alle Register ziehen. Im dritten Satz, den Giesen lange völlig dominierte, wechselte er auf vier Positionen. Das fruchtete. Zwar nicht kurzfristig, weil die Aufholjagd von 17:23 auf 23:23 doch nicht belohnt wurde. Aber auf das gesamte Spiel betrachtet doch: Denn die Einwechslungen von Gregor Pernus, Zac Hutcheson und Kyle Paulson belebten das Spiel der bis dato oft unglücklich wirkenden Mannschaft. „Unsere Stärke ist die Mannschaft. Jeder Spieler hat heute geholfen. Das ist enorm wichtig.“
So wurde der dritte Satz, obwohl er letztlich an Giesen ging, ausschlaggebend für Düren. Denn als es im vierten Satz erneut nicht lief und die SWD powervolleys 6:9 hinten lagen, ließ sich das Team nicht entmutigen. „Wir können immer zurückkommen. Das haben wir im dritten Satz gezeigt“, lobte Christophe Achten seine Mannschaft.
Starker erster Satz
Zwei Dürener Elemente haben den ersten Satz entschieden. In der Satzmitte – Düren lag zwischenzeitlich 7:9 hinten – war es der Dürener Block, der die Gastgeber in Führung brachte. Zum 10:10 packt Robin Baghdady spektakulär zu. Zum 17:15 ist der Dürener Angreifer wieder zur Stelle, Zuspieler Joris Berkhout blockiert zum 18:15. Bis dato mussten sich die SWD powervolleys vorwerfen lassen, zu wenige Chancen im Gegenangriff genutzt zu haben. Ansonsten wäre der Punktestand deutlicher gewesen. Dann eben mit dem Aufschlag: Siebe Korenblek und Jordan Canham servieren Asse, Düren auf 24:20 weg und holt den Satz mit 25:22.
Giesen blockt
Danach halten die SWD powervolleys den Aufschlagdruck hoch. Giesen leistet sich zwei Fehler im Angriff, Jordan Canham punktet erneut mit dem Aufschlag zum 9:6. In der Folge sind es dann die Dürener, deren Spielaufbau nicht präzise genug ist. Giesen dagegen erarbeitet sich Chancen im Gegenangriff, die sie konsequent nutzen und zum 11:11 ausgleichen. Mit Lars Migge am Aufschlag bleibt der Druck der Gäste hoch. Der nächste Gegenangriff der Gäste sitzt, der Dürener Angriff nicht und die Gäste führen 13:11. Kurz vor dem Satzende vergeben die Gastgeber zweimal die Chance zum Ausgleich. Giesen lässt sich nicht bitten, blockt dreimal und gewinnt den Satz 25:21.
Aufholjagd nicht belohnt
Auch danach sind die Gäste obenauf. Sie führen schnell 3:0, weil Düren verzieht und Giesen den Gegenangriff nutzt. Zwischenzeitlich verkürzt Düren mit einem Block des eingewechselten Kyle Paulson auf 11:12. Giesen kontert mit einem Ass und einem Block. Dazu kommt ein Dürener Netzfehler und das nächste Ass der deutlich besser aufschlagenden Gäste zum 20:14. Zum 17:23 leistet sich Düren einen Annahmefehler und ist eigentlich geschlagen. Die Gäste spielen druckvoller im Aufschlag und konsequenter im Angriff. Aber der Gastgeber schlägt noch einmal zurück. Der ebenfalls eingewechselte Zac Hutcheson punktet zweimal im Gegenangriff aus dem Hinterfeld, es steht nur noch 20:23. Es wird noch wilder, weil Düren zweimal verteidigt und Ryan Poole zweimal im Gegenangriff punkten kann. Und dann ist doch viel zu schnell Schluss. Giesen blockt und der Satz ist vorbei.
Rückstand gedreht
Für Düren geht es schwierig weiter. Der Gegner hat weiterhin mehr Wirkung mit dem Aufschlag und mehr Sicherheit im eigenen Angriff. Ein Ass und ein Block lassen die Gäste 9:6 führen. Jetzt schafft es Düren, seine Chancen im Gegenangriff konstanter zu nutzen. Robin Baghdady verkürzt auf 10:11, Jordan Canham gleicht mit einem Ass aus. Es bleibt jetzt eng, bis Giesen zum 19:17 blockt und Jordan Canham zum 19:19 zurückblockt. Mit einem Gegenangriff von Kyle Paulson führt Düren 24:23 und hat Satzball. Es sollten noch acht weitere Satzbälle nötig sein – Giesen hatte in der Verlängerung des vierten Satzes keinen – bis Düren diesen spektakulären Satz gewinnen und damit den Tiebreak erreichen kann. Der entscheidende Ball ist nicht minder spektakulär: Jordan Canham und sein brutaler Block zum 32:30.
Jordan Canham greift an
Die endgültige Entscheidung muss also im Tiebreak her, in dem Düren zunächst immer wieder kleine Führungen herausspielen kann. Keine hatte Bestand. Als Robin Baghdady zum 10:8 blockt, kommt Giesen postwendend mit einem Ass von Lars Migge zurück. Die Gäste führen nach einem Dürener Angriffsfehler sogar 12:11. Dann ist es erneut Jordan Canham, der die entscheidenden Aktionen hat. Zweimal in Folge greift er nach der Abwehr seiner Mitspieler erfolgreich an und bringt sein Team knapp, aber letztlich entscheidend 14:12 in Führung. Der zweite Matchball ist angesichts der zweidreiviertel Stunden Volleyball-Spektakel in der ausverkauften Arena Kreis Düren unspektakulär: Giesen vergibt einen Aufschlag.
