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SWD powervolleys Düren: Den Kopf in Dachau aus der Schlinge gezogen

Jordan Canham (v.l.) und Petteri Tyynismaa müssen sich in Dachau mächtig strecken, um zwei Punkte zu retten. Foto: Herzum

Jordan Canham (v.l.) und Petteri Tyynismaa müssen sich in Dachau mächtig strecken, um zwei Punkte zu retten. Foto: Herzum

 

Wieder Dachau, wieder Drama: In der Volleyball Bundesliga müssen die SWD powervolleys Düren gegen den Außenseiter ASV Dachau wie im Hinspiel erneut in den Tiebreak. Nach 0:2-Rückstand und einer erfolgreichen Aufholjagd in Satz vier gewinnt Düren die mühsame Partie trotzdem mit 3:2. 20:25, 21:25, 25:19, 25:22, 15:11 lauten die Satzergebnisse. Düren bleibt in der Tabelle Dritter.

Der Vorsprung schmilzt

Es liegt im Auge des Betrachters, ob die SWD powervolleys einen wichtigen Punkt verloren oder angesichts der teils deutlichen Rückstände im Spiel doch noch zwei Punkte gewonnen haben.
Die Chancen, vor dem Beginn der Playoffs noch einmal in das Rennen um die ersten beiden Plätze einzugreifen, sind ein Stück weit geschrumpft. Lüneburg und Berlin sind jetzt vier Punkte weit weg. Genauso geschmolzen ist der Vorsprung auf Verfolger VfB Friedrichshafen, der theoretisch nur noch drei Punkte beträgt, wenn die Häfler ihre Hausaufgaben erledigen.

Es klappt nicht viel

In Satz eins klappt eigentlich nichts. Das liegt daran, dass Dürens erster Kontakt nicht gut ist. Im Aufschlag zu wenig Druck, in der Annahme der Dachauer Aufschläge keine Sicherheit: Das ist ein Rezept für viele Probleme, die sich die SWD powervolleys in der kleinen Dachauer Halle einhan-deln. Letztlich spielt Dachau eine Klasse besser als indisponierte Dürener. Vor allem im Block sind die Gastgeber deutlich überlegen und ziehen nach einem 6:6 auf 12:9 und mit den nächsten Block-punkten auf 15:10 davon. Düren sieht kein Land, weil die Bayern stark verteidigen und sich mit einem Gegenangriff zum 21:15 belohnen. Kurz kommt Dürener Widerstand auf mit einem Ass von Philipp Lauter und einem Gegenangriff von Zac Hutcheson zum 20:23. Das war´s dann, weil Dach-au den nächsten Gegenangriff zum 25:20 versenkt.

Aufholjagd wird nicht belohnt

Am Ende erleichtert: Düren gewinnt das Drama in Dachau. Foto: powervolleys

Der Knackpunkt in Satz zwei kommt viel zu früh. Beim Stand von 2:2 landet ein Dachauer Aufschlag knapp, aber klar erkennbar im Aus. Die Gastgeber challengen den Ball und bekommen zu Unrecht Recht aufgrund der Bilder der Hinterfeldkamera, die die Situation nicht auflösen können. In den kommenden Minuten geht Düren unter, kassiert Asse und Blockpunkte der Dachauer in Serie und die Gäste sind auf 10:4 weg. Düren besinnt sich jetzt darauf, das Fehlermachen den Gastgebern zu überlassen, was schnell funktioniert. Bei Aufschlag des eingewechselten Robin Baghdady verfehlen drei Dachauer Angriffe in Folge das Feld. Die nächsten zwei Punkte sammelt Zac Hutcheson mit Gegenangriffen zum 12:12 ein. Allerdings schafft Düren es jetzt nicht, den wankenden Gegner weiter entscheidend zu treffen. Der Aufschlagdruck reicht nicht, Dachau holt sich das Selbstvertrauen mit stabilem Angriffsspiel zurück und belohnt sich, weil sie im Finale des Satzes dreimal blocken und einen Gegenangriff versenken. Düren steht neben sich und verliert 21:25.

Düren läuft hinterher und überholt

Es geht nicht besser weiter, weil Düren in Satz drei nach dem nächsten Dachauer Ass 2:4 hinten liegt. Jordan Canham gleicht mit einem Block zum 6:6 aus. Jetzt übt Düren erstmals Druck im Aufschlag aus in Person des eingewechselten Kyle Paulson. Drei Asse hat der Mittelblocker im Ärmel, zwei Gegenangriffe bereitet er mit seinem Aufschlag vor und Düren ist plötzlich auf 11:6 weg. Jetzt übernimmt Robin Baghdady mit zwei sehenswerten Blockpunkten und einem Gegenangriff. Düren führt 19:10, bleibt aber nicht konsequent. Die Gastgeber können drei Punkte verkürzen und wieder Rhythmus aufnehmen. Das reicht in Satz vier zu nichts mehr für Dachau. Dafür aber direkt danach, weil die Gastgeber wieder besser aufschlagen und 5:3 führen. Düren schafft es jetzt mehrfach nicht, Chancen im Gegenangriff zu nutzen. Ein Dürener Fehler bringt Dachau mit 13:10 in Führung. Dann blocken die Gäste zum 16:12. Zum 14:16 funktioniert der Dürener Gegenangriff endlich in Person von Jordan Canham. Der legt ein Ass zum 15:16 nach. Ein Dachauer Fehler bringt den Ausgleich beim 17:17. Aber die Gastgeber lassen sich nicht beeinflussen und legen mit einem Ass zum 21:19 vor. Düren blockt zurück mit einem einhändigen Block von Jordan Canham zum 21:21, Kyle Paulson stellt auf 22:21. Kyle Paulson zwingt Dachau zu einem Fehler, der das 24:22 bedeutet. Der eingewechselte Ryan Poole blockt Düren dann in den Tiebreak.

Am Ende entscheidet Robin Baghdady

In dem stellt Düren eigentlich früh die Zeichen auf Auswärtssieg. Denn jetzt blockt Düren in den ersten Minuten viermal und führt 7:2. Ruhe bringt das nicht, weil Dachau mutig bleibt. Allen voran der am Ende zum wertvollsten Spieler gewählte Marius Büchi. Dreimal kommt Düren im Angriff nicht durch, Dachau dagegen schon und gleicht mit einem Ass zum 9:9 aus. Nicht zum ersten Mal aber diesmal entscheidend übernimmt Robin Baghdady, der zweimal stark im Gegenangriff punktet und dazwischen blockt. Sein zweiter Gegenangriff besiegelt den Satz und das Spiel mit 15:11.

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