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Neubau der Grundschule Birkesdorf soll 77 Millionen Euro kosten

Grundschule Birkesdorf

Die Grundschule im Dürener Stadtteil Birkesdorf gilt als sanierungsbedürftig und hat zu wenig Platz. Deshalb wird ein Neubau des Schulgebäudes auf einem Gelände nahe der Festhalle geplant, auf dem auch eine Kita entstehen soll. Die Kosten für den Neubau, der nach einer Analyse als wirtschaftlichste Variante gilt, belaufen sich nach ersten Angaben auf mehr als 77 Millionen Euro. Der Schul- und Sportausschuss beschäftigt sich in seiner Sitzung am 6. Mai mit dem Thema.

Zahlreiche Mängel festgestellt

Die bisherige Birkesdorfer Grundschule an der Straße Weidenpesch wurde vom städtischen Amt für Gebäudemanagement untersucht. Dabei wurden zahlreiche Probleme ermittelt. Sowohl die Fassade als auch das Dach wurden als sanierungsbedürftig betrachtet. Auch vor dem Hintergrund des neuen OGS-Rechtsanspruchs sind die Küche und der Schulhof zu klein und es besteht ein Bedarf an zusätzlichen Unterrichtsräumen.

Nach ersten Arbeiten an der Fassaden wurde dann „ernsthafte Zweifel an einer Sanierungs- und Entwicklungsfähigkeit“ geäußert. Außerdem sei eine Belastung mit Schadstoffen zwar keine Gefahr für den alltäglichen Schulbetrieb, aber ein Hindernis für Baumaßnahmen. Außerdem machte der Brandschutz Probleme für eine weitere Sanierung.

Neubau statt Sanierung

Angesichts der immer längeren Mängelliste diskutierten die Verantwortlichen anhand einer Wirtschaftlichkeitsstudie über drei Szenarien. Eine Sanierung und Erweiterung des bestehenden Gebäudes wurde danach ebenso abgelehnt wie ein Abbruch und Neubau auf dem aktuellen Gelände. In beiden Fällen hätte der Schulbetrieb an einem Interimsstandort stattgefunden.

Ein Neubau auf einem anderen Grundstück wurde als wirtschaftlichste Variante ermittelt. Dieser geplante neue Standort befindet sich neben der Festhalle Birkesdorf an der gleichnamigen Straße vor den Sportanlagen. Das Grundstück ist 10.240 m² groß, wobei 3.650 m² für das dreigeschossige Gebäude und die restlichen 6.590 m² für den Schulhof vorgesehen sind.

Nach der Fertigstellung des Neubaus und dem Umzug soll das bisherige Gebäude abgerissen und das dann ehemalige Gelände neu entwickelt werden.

77 Millionen Euro Gesamtkosten

Die Planer rechnen für den gesamten Vorgang mit Bruttokosten von insgesamt 77.688.499 Euro. In diesem Betrag sind Herstellungskosten von brutto 45.455.444 Euro mit einem Risikoaufschlag enthalten. Die Kosten sollen im Haushalt für die Jahre ab 2028 berücksichtigt werden. Wenn der Neubau beschlossen wird, werden die ersten Planungs- und Vorbereitungsmaßnahmen im Zentralen Gebäudemanagement aus dem aktuellen Doppelhaushalt 2026/27 finanziert.

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