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Sparpäckchen statt Kurswechsel: Bürger kritisieren Haushalt 2026 in Titz

Rathaus Titz (Foto: Frank Reiermann)

Der Haushalt für das Jahr 2026 ist beschlossen, doch aus Sicht der Bürgerinitiative fehlt in der Landgemeinde Titz von einem echten Sparwillen jede Spur. Bei einem Gesamthaushaltsvolumen von 35 Millionen Euro machen die beschlossenen Kürzungen von rund 430.000 Euro gerade einmal magere 1,2 Prozent aus. Die Initiative spricht von einem reinen „Sparpäckchen“ statt des dringend notwendigen Kurswechsels.

Politik statt Wirtschaftlichkeit beim Hebesatz

Besonders deutlich wird die verfehlte Prioritätensetzung beim Hebesatz, der auf dem belastenden Niveau von 999 Prozent verharrt. Dieser Wert ist nach Auffassung der Haushaltskritiker rein politisch gewollt und entbehrt jeder wirtschaftlichen Kalkulation. Bloße Ankündigungen und Prüfaufträge lösen keine strukturellen Probleme, sondern verschieben die drängenden Aufgaben lediglich nach hinten.

Der Verlustvortrag i.H.v. € 5,4 Mio. aus 2025 zeigt sich in der Bilanz von 2028. Das wird dann noch spannend werden. Die Frage stellt sich, wie die Gemeinde Überschüsse erzielen will, um den Verlustvortrag auszugleichen. Soll dieser durch weitere Hebesatzerhöhungen erfolgen?

Klare Zuständigkeiten und professioneller Respekt gefordert

Auch der Umgang mit dem vorliegenden Haushaltsgutachten sorgt für scharfe Kritik. Die Initiative stellt klar, dass allein die Kommunalverwaltung über die Umsetzung entscheidet – und nicht der Bürgermeister. Die jüngst im Rat gezeigte Respektlosigkeit gegenüber dem Verfasser des Gutachtens verurteilt die Initiative als völlig unangebracht und unprofessionell.

Demokratische Streitkultur im Fokus

Für die zukünftige Arbeit der Bürgerinitiative gelten dabei klare Prinzipien:

  • Bürgerkritik ist Demokratie: Konstruktiver Protest und Initiativen sind das Fundament politischer Beteiligung, kein Feindbild.
  • Respekt ist keine Einbahnstraße:Persönliche Angriffe gegen Verwaltungsmitarbeiter/innen und Volksvertreter/innen werden aufs Schärfste verurteilt. Gleichzeitig müssen gewählte Politiker professionell mit sachlicher Kritik umgehen.
  • Keine Pauschalverurteilungen: Das Fehlverhalten einzelner, unbekannter Personen darf nicht einer gesamten Bürgerinitiative angelastet werden. 

Ausblick

Die Initiative zieht trotz des Beschlusses eine positive Zwischenbilanz: In kurzer Zeit wurde viel erreicht und wertvolle Erfahrung gesammelt. Die eigenen Ideen liegen auf dem Tisch. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern wird die Initiative diesen Weg in Titz weiterhin sachlich, kritisch und konstruktiv verfolgen.

Quelle: Bürgerinitiative

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