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Im Kampf gegen „wilden Müll“ in Düren: Bußgelder werden erhöht

Wilder Müll in der NaturStadt Düren

Düren. Rund 50 Tonnen „wilden Müll“ sammeln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dürener Service Betriebs pro Jahr im Dürener Stadtgebiet ein. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen des DSB ist die „Task Force Abfall“ des Amtes für Recht und Ordnung der Stadt Düren im Einsatz gegen die Müllsünder. 

Durch eine Erhöhung der Bußgelder soll jetzt der Druck weiter erhöht werden.

„Wilder Müll, vor allem Hausmüll in Müllsäcken, Sperrmüll oder Altpapier, ist leider weiterhin ein großes Thema hier bei uns in Düren. Mit der Erhöhung der Strafen wollen wir stärker abschrecken. So sind die Bußgelder jetzt deutlich höher als eine reguläre Entsorgung des Mülls auf dem Bauhof kostet“, erklärt Luca Schneider vom Amt für Recht und Ordnung der Stadt Düren. 

Die Bußgelder für die einzelnen Vergehen wurden im aktuellen Bußgeldkatalog im Vergleich zur bisherigen Regelung mindestens verdoppelt. Konkret bedeutet das zum Beispiel, dass für die illegale Entsorgung eines 120-Liter-Müllsacks in Zukunft 200 Euro bis 500 Euro fällig werden – bisher waren es 100 Euro bis 150 Euro.

„Wir nehmen das Thema „wilder Müll“ weiterhin sehr ernst. Dabei setzen wir natürlich auch auf die Mithilfe der Dürenerinnen und Dürener. Illegal entsorgter Müll kann über die DSB-App gemeldet werden. Wenn augenscheinlich konkrete Hinweise auf den oder die Verursacher vorliegen, können die Müllablagerungen auch direkt an die Task Force Abfall gemeldet werden. Im Anschluss nehmen wir die Ermittlungen auf, um die Verursacherin oder den Verursacher ausfindig zu machen“, bekräftigt Luca Schneider.

Auch ein Blick in die Fallzahlen aus dem Vorjahr unterstreicht die Relevanz des Themas für die Stadt Düren. Im Jahr 2025 wurden Bußgelder in Höhe von insgesamt 35.000 Euro verhängt, 150 Verfahren wurden rechtskräftig abgeschlossen. Darüber hinaus überprüfte das Amt für Recht und Ordnung 551 gemeldete Fälle von illegaler Abfallentsorgung. An bekannten Müll-Hotspots wurden 4.390 Kontrollen durchgeführt, dabei wurde in rund 2.300 Fällen tatsächlich wilder Müll entdeckt. 

„Wir gehen aber davon aus, dass das tatsächliche Aufkommen noch viel höher ist“, so Luca Schneider weiter. „Aber schon diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig es ist, konsequent ordnungsrechtlich gegen die illegale Abfallentsorgung in unserer Stadt vorzugehen.

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