Heute wurde im Dürener Rathaus der neue Grundstücksmarktbericht für das Jahr 2026 vorgestellt. Auf 70 Seiten analysiert der Gutachterausschuss alle tatsächlichen Immobilienverkäufe im Stadtgebiet. Während das Dokument für Laien eher trockene Kost ist, gibt es eine Neuerung, die für alle Hausbesitzer und Kaufinteressenten spannend ist: den Immobilienpreis-Kalkulator.
Hauswert per Klick: So funktioniert das Online-Tool Über das Landesportal boris.nrw.de (Link „Immobilien-Preis-Kalkulator“) lässt sich der Wert einer Immobilie in Düren nun unkompliziert schätzen. Nach Eingabe der Adresse sowie Daten zu Baujahr, Wohn- und Grundstücksgröße ermittelt das Tool einen Durchschnittswert.
Wichtig zu wissen: Dieser Wert bezieht sich auf ein „durchschnittliches“ Gebäude in Düren. Bei älteren Häusern ist ein baujahrtypischer Instandhaltungsstau also bereits im Preis eingerechnet.
Dürener Besonderheit beim Rechnen Interessant ist ein Detail, das in der Pressekonferenz betont wurde: In Düren rechnet der Kalkulator anders als in den Nachbarkommunen.
- Nachbarkommunen: Hier wird meist von einem hohen Ausgangswert ausgegangen, von dem bei älteren Gebäuden Abzüge vorgenommen werden.
- Stadt Düren: Hier ist der Basiswert niedriger angesetzt. Dafür werden bei neueren Gebäuden entsprechende Aufschläge hinzugerechnet.
Achtung: Der Kalkulator ersetzt keinen Gutachter Trotz der Technik bleibt der Faktor Mensch entscheidend. Da der Gutachterausschuss die Gebäude nicht einzeln besichtigt hat, basieren viele Einschätzungen nur auf tatsächlichen Kaufpreisen und einige zusätzlich auf Fotos. Ein Gutachter vor Ort wird immer genauer urteilen können. Daher gilt: Der Online-Wert ist eine gute erste Orientierung, kann aber erheblich vom tatsächlichen Marktwert abweichen.
Zahlen & Fakten: Der Markt in Düren Der Bericht liefert zudem spannende Einblicke in das vergangene Jahr:
- Transaktionen: Insgesamt wurden im Stadtgebiet 750 Verkäufe registriert.
- Umsatz: Dabei wurden rund 195 Millionen Euro umgesetzt.
- Preisentwicklung: Die Preise für Grundstücke und Immobilien blieben im Wesentlichen konstant.
Das Rätsel um die Mehrfamilienhäuser Fachleute horchten bei den Kennzahlen für Mehrfamilienhäuser auf: Der Liegenschaftszinssatz ist gestiegen und der Rohertragsfaktor sank. Normalerweise deutet dies auf fallende Immobilienwerte hin. Warum die Preise in Düren dennoch stabil blieben, klärte sich auf Nachfrage: Der Gutachterausschuss legte den neuen Mietspiegel 2025 zugrunde. Durch die darin verzeichneten höheren Mieten ergibt sich trotz höherer Verzinsung ein stabiler Immobilienwert.
