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Anja Dorn legt Leitung der Dürener Museen nieder

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Düren. Am 18. Mai 2026 hat Anja Dorn aus persönlichen Gründen ihr Amt als Leiterin der Dürener Museen niedergelegt. 

Seit 2018 hat Anja Dorn als Direktorin des Leopold-Hoesch-Museums und des Papiermuseums Düren mit einem Ausstellungs- und Vermittlungsprogramm, das sowohl das regionale Publikum ansprach als auch international Beachtung erfuhr, die Museen der Stadt Düren als Orte des kulturellen und gesellschaftlichen Austauschs verankert und ihnen neuen Glanz verliehen.  

„In Zusammenarbeit mit dem Team der Museen der Stadt Düren, dem Vorstand und den Mitgliedern des Museumsvereins Düren e.V. und mit der Unterstützung vieler Kunstschaffender, Förderinnen und Förderer, Wissenschaftlerinnen, Kollegen und Bürgerinnen und Bürgern, für die ich mich herzlich bedanke, ist es mir gelungen, die regionale und internationale Strahlkraft der Museen der Stadt Düren zu stärken, so dass sie den anstehenden Aufgaben aus stabilerer Position begegnen können. Ich beende meine Tätigkeit als Direktorin der Museen der Stadt Düren auf eigenem Wunsch, um mich zukünftig wieder eigenen, kuratorischen und wissenschaftlichen Projekten zu widmen,“ sagt Anja Dorn in einer persönlichen Stellungnahme.  

Im Zentrum ihrer Arbeit für das Leopold-Hoesch-Museum stand ein Ausstellungsprogramm, das mit Publikumsausstellungen wie „Das Leben in Industrielandschaften“ oder „Die Gesellschaft der Zeichen: Piktogramme, Lebenszeichen, Emojis“ auch Besuchergruppen ansprach, die nicht zum klassischen Kunstpublikum zählen. In Einzelausstellungen wurden einerseits regional verankerte, aber international bekannte Künstlerinnen und Künstler wie beispielsweise Irmel Kamp, Volker Saul, Ulrich Rückriem, Katharina Jahnke oder Wilhelm Schürmann gezeigt und andererseits mittels der Ausstellungen der Günter-Peill-Stiftung ein internationaler Kunstdiskurs nach Düren geholt, mit Künstlerinnen und Künstlern wie Alice Creischer, Kerstin Brätsch, Jana Euler, Kasia Fudakowski, Alexis Gautier, Silvia Martes und Andrzej Steinbach. 2026 werden die aktuelle Preisträgerin der Günter-Peill-Stiftung, Maya Schweizer, und der Stipendiat Dudu Quintanilha folgen. Die Schwerpunkte der Sammlung des LHM in der Malerei, der Grafik und der Papierkunst spiegelten sich auch im Ausstellungsprogramm wider. Malerei und ihre konzeptuelle Erweiterung, Grafik und die Auseinandersetzung mit den medialen und kulturhistorischen Aspekten von Papier spielten beispielsweise in Ausstellungen mit Peter Zimmermann, Willem Oorebeek, Joëlle Tuërlinckx und Heimo Zobernig, Vera Molnar, Anne Neukamp oder Pietro Roccasalva eine zentrale Rolle. „Blank. Raw. Illegible. Artists“ Books as Statements (1960-22)“, die vom Gastkurator Moritz Küng kuratiert wurde, setzte im Bereich der Künstlerbuch-Ausstellungen einen internationalen Maßstab. 

In Neupräsentationen der Sammlung wurden dem Publikum aktualisierte Zugänge zu den Beständen geboten. Mithilfe zahlreicher Förderer, Institutionen und Einzelpersonen konnte die Sammlung des LHM in den letzten sieben Jahren beispielsweise im Bereich der konzeptuellen Malerei und Fotografie sowie der konstruktiven Kunst, aber auch durch Installationen und Videos zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler ergänzt werden. Die Weiterentwicklung der für das Haus wichtigen Stiftungen sowie die gute Zusammenarbeit mit den Stifterinnen und Stiftern lag Frau Dorn besonders am Herzen. Durch die neugegründete Madame Thelen Stiftung konnten Werke von Wolf Vostell für die Stadt gewonnen werden. Die Hubertus-Schoeller-Stiftung wurde um wichtige Arbeiten erweitert. Zahlreiche neue Leihgaben der Günter-Peill-Stiftung eröffnen dem Museum zusätzliche Möglichkeiten, mit dem Sammlungsbestand zu arbeiten.

Auch das Papiermuseum Düren konnte in den letzten Jahren aufgrund von umfangreichen Schenkungen insbesondere im Bereich der Luxuspapiere, der Andachtsbildchen und der Katagami Neuzugänge verzeichnen. Im Papiermuseum Düren fächerten Ausstellungen wie „Glanz und Glitter – Luxuspapiere aus der Sammlung“, „Springende Hirsche, Katagami – Japanische Papierschablonen zur Textilfärbung“ oder „Zitruspapiere – Fashion für Orangen“ die historischen Sammlungsbestände des Museums auf, während Museumsdialoge, die in Kooperation mit der Modellfabrik Papier und der WIN.DN stattfanden, und vor allen Dingen Ausstellungen wie „BAMP! Bauen mit Papier“ oder „Into the Paperverse – Papier und Computerspiele“ der Zukunft von Papier gewidmet waren. 

Für den dringend notwendigen Neubau des Museumsdepots, in dem der reiche Sammlungsschatz der Museen der Stadt Düren sowie das Stadtarchiv der Stadt Düren unter konservatorisch angemessenen Bedingungen untergebracht werden könnte, erarbeiteten Anja Dorn und Daniel Schulte vom Dürener Stadtarchiv gemeinsam mit dem Hochbauamt 2020/21 eine Machbarkeitsstudie. 2025 lud Anja Dorn die Szenografin Heike Schuppelius und die Kooperative für Darstellungspolitik dazu ein, mit dem Projekt „Entsiegelte Kreise“ die Neugestaltung des Hoeschplatzes im Sinne einer Verbesserung der Aufenthaltsqualität sowie einer klimaresilienten Platzgestaltung anzustoßen.

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