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Hitzeaktionsplan und Anpassung an Klimawandel: Was macht die Stadt Düren gegen die Hitze?

Trinkbrunnen in der Josef-Schregel-Straße (Foto: Frank Reiermann)

Der gerade beendete Sommer 2026 hat mit langen Hitzewellen, Rekordtemperaturen und Tausenden Toten in Deutschland mal wieder gezeigt, wie wichtig es ist, Maßnahmen gegen den Klimawandel durchzuführen und sich an die jetzt schon deutlich spürbaren Veränderungen des Klimas anzupassen. Dazu hat die Stadt Düren im Oktober 2025 ein Klimafolgenanpassungskonzept beschlossen. Für die heutige Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt haben die Koalitionsparteien CDU und SPD ein Update zu diesem Programm angefordert und fragen nach dem aktuellen Stand. Die Grünen haben darauf reagiert und in einem Ergänzungsantrag konkret die Aufstellung eines Hitzeaktionsplans gefordert.

Aktuelle Maßnahmen und Pläne der Stadt

Die Verwaltung verweist in der Mitteilungsvorlage für die Ausschussitzung zunächst auf bereits umgesetzte und laufende Maßnahmen. Vorhanden sind öffentliches Trinkwasser, Förderprogramme zur Entsiegelung und Begrünung im privaten und öffentlichen Raum und die Verbesserung der Aufenthaltsqualität öffentlicher Plätze. Beschlossen und in der Umsetzung sind die Umgestaltung von Plätzen und Grünflächen, Förderung von Dach- und Fassadenbegrünung und eine Verbesserung des Wasserhaushalts sowie die Verschattung öffentlicher Gebäude.

Bei der konkreten Umsetzung des Klimafolgenanpassungskonzepts sind nach Angaben der Stadt neben den bereits genannten Umgestaltungen und Begrünungen die Verbesserung der Regenwasserversickerung und Renaturierung von Flussläufen priorisiert. Die Verwaltung verweist vor allem darauf, wie sie Förderprogramme nutzt. Das betrifft z.B. die Entschlammung und Aufwertung der Teiche von Gut Weyern und Schloss Burgau sowie klimaresiliente Bäume im Theodor-Heuss-Park. Sie will bei ihren eigenen Gebäuden und Flächen Vorbild sein, aber auch private Eigentümer bei der Umsetzung von Maßnahmen unterstützen.

Grüne fordern mehr Hitzeplan mit mehr Maßnahmen

Die Grünen gehen mit ihrem Antrag noch einen Schritt weiter. Sie fordern einen Hitzeaktionsplan mit zusätzlichen Maßnahmen. Als Beispiele nennen sie mehr Beschattung an Hotspots wie dem Kaiserplatz. ein Hitzewarnsystem, Kühlräume für Notfälle, mehr schattige Sitzgelegenheiten, Beratungsstellen und eine Zusammenarbeiten mit Gastronomie und Geschäften, die einen Aufenthalt auch ohne Konsum ermöglichen.

Stadt sieht keinen zusätzlichen Bedarf

Die Verwaltung lehnt einen solchen zusätzlichen Plan ab. Sie meint, dass solche Aufgaben die Zuständigkeit der Kommune überschreiten und man weitere Akteure einbinden müsste. Statt einen weiteren Plan aufzustellen, sollen die vorhandenen baulichen und organisatorischen Maßnahmen weiter umgesetzt werden.

Skeptisch sieht die Stadt außerdem Auswertungen wie den Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe, die Düren schlechte Werte bezüglich Beschattung und Versiegelung attestiert und für Diskussionen gesorgt hat.

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