Umgestaltete Wegedurchlässe im Hürtgenwald verbessern die ökologische Durchgängigkeit in Waldbächen
Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) hat im Hürtgenwald fünf Wegedurchlässe von Kleingewässern naturnah umgebaut. Die bisherigen Durchlässe, einfache Betonrohre, stellten Wanderungshindernisse für Fische wie die Bachforelle, das Bachneunauge sowie die nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie besonders geschützten Groppe und für Kleinlebewesen dar. In den glatten Rohren herrschte teilweise eine schnelle Durchströmung. Außerdem befanden sich am Auslauf der Rohre Abstürze, die eine Wanderung der Gewässerlebewesen gegen die Fließrichtung verunmöglichten.
Die Durchlässe selbst befinden sich am Mühlenbach, am Mückensiefen, an der Weißen Wehe und im Mündungsbereich des Hürtgenbachs in den Wehebach. Da die Wege und Durchlässe aber für die Waldbewirtschaftung unverzichtbar sind, wurden sie nun entsprechend den Anforderungen der EG-Wasserrahmenrichtlinie naturnah gestaltet. Die glatten Rohrböden wurden dabei ersetzt durch ein natürliches Sohlsubstrat. Die neuen Durchlässe sind breiter als das bisherige Rohrprofil, sodass Leistungsfähigkeit damit vergrößert wurde.
Der WVER führte die Maßnahme auf Veranlassung der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Düren zusammen mit dem Landesbetrieb „Wald und Holz NRW“ durch, dem die Betreuung der Forstwege unterliegt. Die Biologische Station stand durch die ökologische Baubegleitung mit Rat und Tat zur Seite. Mit dem Umbau wurden zugleich zehn Nistkästen für die Wasseramsel angelegt.
Die Umbauarbeiten selbst waren bereits im Januar 2026 größtenteils fertiggestellt. Bis in den Sommer hinein erfolgten Restarbeiten wie etwa die Anbringung von Geländern an den neuen Durchlässen.
Finanziert wurde die Maßnahme ausschließlich aus zweckgebundenen Ersatzgeldern für Maßnahmen im Wald durch die Veränderungen im Zusammenhang mit dem Bau der Wehebachtalsperre. Das Feuer im Hürtgenwald vom August erreichte die neuen Durchlässe nicht.
Alter Durchlass an der Weißen Wehe
Neuer Durchlass an der Weißen Wehe
