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Richtfest für Nelly Pütz-Berufskolleg: 80 Millionen Euro für Bildung und Strukturwandel

Gruppenfoto mit Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Bauwirtschaft und Schule.Stadt Düren

Düren. Mit dem Richtfest für den Neubau des Nelly-Pütz-Berufskollegs im Innovationsquartier Düren ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Bildungs- und Strukturwandelentwicklung im Kreis Düren erreicht.

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Bauwirtschaft und Schule feierte der Kreis Düren den sichtbaren Fortschritt des größten Bauprojekts, das der Kreis Düren bisher in Angriff genommen hat.

Landrat Dr. Ralf Nolten begrüßte die rund 120 anwesenden Gäste und betonte: „Heute ist ein Festtag. Mit dem Nelly-Pütz-Berufskolleg investieren wir gezielt in die Zukunft unserer Schülerinnen und Schüler. Es ist uns wichtig, gute Fachkräfte auszubilden, die im besten Fall später auch im Kreis Düren arbeiten.“ Der besondere Geist der Schule sei zu spüren, was viele junge Menschen zu schätzen wüssten. „Bildung ist für uns im Strukturwandel ein enormer Standortvorteil und der Neubau ein Leuchtturmprojekt.“ Er dankte allen Beteiligten und auch den Handwerkerinnen und Handwerkern, die diese Schule bauen.

Die Baukosten des Berufskollegs, das sich in Trägerschaft des Kreises Düren befindet, belaufen sich auf rund 80 Millionen Euro. Die Hälfte zahlt der Kreis, die andere Hälfte wird gefördert aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 mit Mitteln der Europäischen Union aus dem Just Transition Fund (JTF). Ziel des Programms ist es, zu innovativen Ideen für eine nachhaltige, wettbewerbsfähige Zukunft Nordrhein-Westfalens in Europa beizutragen und dabei den Zusammenhalt zu stärken. Mit dem EFRE, dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, und dem Just Transition Fund („Fonds für einen gerechten Übergang“) werden Projekte unter anderem im Bereich Innovation, Forschung und regionaler Entwicklung gefördert, die den Übergang im Strukturwandel zur Klimaneutralität unterstützen. Die Investition ins Nelly-Pütz-Berufskolleg ist nicht nur eine Investition in das Gebäude, sondern auch in die Zukunft junger Menschen.

Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, unterstrich die landesweite Bedeutung des Projektes, das sowohl die Bildungslandschaft als auch die nachhaltige Strukturentwicklung und Wirtschaft stärke: „Zukunft entsteht hier – mitten in Düren. Mit Unterstützung der EU schaffen wir einen modernen Lernort, der jungen Menschen Chancen gibt, Fachkräfte ausbildet und unserer Region neue Stärke verleiht. Das Nelly-Pütz-Berufskolleg steht für zeitgemäße Bildung, nachhaltiges Bauen und den Wandel im Rheinischen Revier. Sonnenenergie, Wärmepumpen und moderne Lernräume zeigen: Wir denken heute schon an morgen. Diese Investition lohnt sich – für die Schülerinnen und Schüler, für die Wirtschaft und für die Zukunft unserer Heimat.“

Im Gespräch mit Schülersprecherin Maria-Briana Moldovanu beantwortete die Ministerin Fragen über die Entwicklung und Wichtigkeit derartiger Investitionen und Förderungen. 

Unter der Projektleitung der kreiseigenen Gesellschaft für Infrastrukturvermögen (GIS) errichtet der Generalunternehmer Goldbeck West GmbH den Neubau in Bahnhofsnähe. Ende des Jahres sollen die ersten Umzugskartons eingeräumt werden können. 

Hans Walter Klein, Geschäftsführer bei Goldbeck West GmbH, betonte: „Der Neubau des Nelly-Pütz-Berufskollegs vereint unterschiedlichste Nutzungen in einem hochfunktionalen Bildungsbau.
Dass wir dieses komplexe Projekt im engen Zeitrahmen umsetzen können, ist das Ergebnis unserer systematisierten Bauweise und der engen, partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Kreis Düren und allen Projektbeteiligten.“

Der Neubau des Nelly-Pütz-Berufskollegs – inklusive einer Drei-Feld Sporthalle – ist ein zentrales Element im neuen Innovationsquartier Düren. Auf rund 15.000 Quadratmetern entsteht ein moderner Lern-, und Arbeitsort für rund 1200 Schülerinnen und Schüler sowie 100 Lehrkräfte. 

Wie wichtig das Projekt auch für die Stadt Düren ist, betonte Bürgermeister Frank Peter Ullrich: „Das Nelly-Pütz-Berufskolleg trägt als bisher größtes Solitärgebäude im Innovationsquartier wesentlich dazu bei, das Quartier als lebendigen, zukunftsorientierten Ort zu etablieren, in dem Lernen, Wohnen, Arbeiten und Innovation zusammenkommen.“

Nicolas Gibert-Morin, Leiter des für Deutschland, Österreich und die Niederlande zuständigen Referats innerhalb der Generaldirektion Regional- und Stadtentwicklung der Europäischen Kommission, konnte leider kurzfristig persönlich keine Grußworte an die Gäste richten. Grund war die eingeschränkten Bahnverbindungen aus Brüssel nach Düren wegen einer Bombenentschärfung in Aachen. Er betonte im Vorfeld: „Mit dem neuen Nelly-Pütz-Berufskolleg hier in Düren unterstützt die EU die Transformation des Rheinischen Reviers und der Region. Unser Ziel ist es, keine Region und niemanden zulassen. Investitionen in Bildung sowie die Bereitstellung einer modernen Bildungsinfrastruktur werden es der Region ermöglichen den Strukturwandel erfolgreich zu gestalten. Es wird Talente für die Entwicklung von Düren und des Rheinischen Reviers fördern. Es ist auch ein überzeugendes Beispiel für andere Regionen im Strukturwandel, in Deutschland und ganz Europa.“

Zeitgemäße pädagogische Konzepte, digitale Ausstattung und nachhaltige Bauweise werden in dem imposanten Neubau miteinander verbunden. Ziel ist es, jungen Menschen optimale Voraussetzungen für Ausbildung, Qualifizierung und berufliche Perspektiven in einer sich wandelnden Arbeitswelt zu bieten. Ihnen werden neue Perspektiven und viele Chancen geboten. Der Schwerpunkt des Berufskollegs liegt vor allem auf pädagogischen und pflegerischen Berufen sowie dem gastronomischen Bereich. Unterrichtet werden unter anderem angehende Erziehende, Pflegekräfte, Köche oder Fachkräfte im Restaurant- und Hotelfach. Im Schulgebäude werden auch die „Nelly-Kids“ untergebracht, eine zwei-gruppige Kita, die vom Sozialdienst katholischer Frauen betrieben wird.

Pressetext: Kreis DN
 

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