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Bus 213 in Birgel und Derichsweiler: Der nächste Streit um eine Dürener Buslinie

Rurtalbus Düren (Foto: Pressestelle)

Beim Rurtalbus für den Kreis Düren gab es im September einige größere Änderungen im Fahrplan. Wenig genutzte Verbindungen wurden im Takt reduziert oder eingestellt. Bezüglich der Linie 213 gibt es jetzt den nächsten Streit. Insbesondere die Menschen aus dem Dürener Stadtteil Birgel fühlen sich durch die Änderung zu stark eingeschränkt. Sie bekommen Unterstützung von den Grünen, die mit einem Antrag für die Ratssitzung am 14. Oktober fordern, die Verbindung im bisherigen Umgang wieder einzuführen.

Birgel schwierig zu erreichen, Derichsweiler mit Vorgeschichte

Zwischen Birgel und Gürzenich fährt der Bus 213 demnach nur noch für den Schülerverkehr. Bei der Neuordnung der Fahrpläne wurde als Ersatz auf die Linie 286 verwiesen. Allerdings sind die Fußwege zu den Haltestellen in Birgel oft weit, was für die zahlreichen älteren Menschen schwierig ist. Durch die Änderung gibt es außerdem nur noch halb so viele Fahrten wie vorher.

In Derichsweiler hat der Streit um den ÖPNV eine längere Vorgeschichte. Hier gab es bereits eine Auseinandersetzung um die Linienführung der 296. Die 213 hingegen ist nach Darstellung der Grünen mittlerweile komplett gestrichen. Deshalb hat sich die Anzahl der Busfahrten hier auch deutlich reduziert. Regelmäßige Fahrten der 213 gebe es nur noch zwischen Kaiserplatz und Gürzenich, heißt es in dem Antrag.

Dringlichkeitsentscheidung ohne Beteiligung der Gremien

Die Grünen kritisieren nicht nur die Entscheidungen an sich, sondern auch, wie diese zustande kamen. Am 17. Juni gab es im Verkehrsausschuss zu den geplanten Fahrplanänderungen nur eine Mitteilungsvorlage. Während der Sommerpause hat die Kreisverwaltung dann eine von Landrat Ralf Nolten (CDU) und Menka Berres-Förster, der Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion, unterschriebene Dringlichkeitsentscheidung umgesetzt, ohne dass die politischen Gremien an der Entscheidung beteiligt wurden.

In der Ausschusssitzung im Juni brachten die Grünen auch einen allgemeineren Antrag ein. Demnach sollen Änderungen an Buslinien, die nicht durch Baustellen oder Veranstaltungen bedingt sind, immer im städtischen Verkehrsausschuss beraten werden. Die Stadtverwaltung verwies daraufhin auf die Zuständigkeit des Kreises. Deshalb brachte die Partei einen ähnlichen Antrag bezüglich der Beratung im Ausschuss für Regionalentwicklung und Strukturwandel des Kreises Düren in der Kreistagssitzung vom 1. Oktober ein.

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