Düren. Die Entwicklung des Innovationsquartiers Düren (IQD) ist einen wichtigen Schritt vorangekommen. Die umfangreichen Erschließungsarbeiten im sogenannten Innovationsband Teil B sind umgesetzt.
Damit wurden wesentliche infrastrukturelle Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Quartiers und insbesondere für den Bau und den Betrieb der Modellfabrik Papier geschaffen.
„Mit dem Innovationsquartier gestalten wir ein wichtiges Stück Dürener Stadtentwicklung. Die jetzt umgesetzten Erschließungsmaßnahmen zeigen, wie viel Arbeit auch unter der Oberfläche notwendig ist, um die Voraussetzungen für neue Entwicklungen zu schaffen“, betont Bürgermeister Frank Peter Ullrich.
Die Arbeiten wurden von der Stadtentwässerung Düren in Zusammenarbeit mit dem Amt für Tiefbau und Grünflächen der Stadt Düren durchgeführt. Im Mittelpunkt standen der Neubau der Regen- und Schmutzwasserkanalisation, umfangreiche Erdarbeiten sowie die Herstellung von Baustraßen und Zufahrtsflächen. Eine besondere Herausforderung war dabei die Entwässerung des Geländes. Insgesamt wurden rund 204 Meter Schmutzwasserkanal und knapp 200 Meter Regenwasserkanal verlegt. Dazu gehört auch ein rund 75 Meter langer Stauraumkanal mit einem Durchmesser von 1,60 Metern. Dieser kann rund 150.800 Liter Regenwasser zwischenspeichern – das entspricht etwa 1.000 gefüllten Badewannen. Das Niederschlagswasser kann so bei Bedarf vorübergehend aufgenommen und anschließend kontrolliert abgeleitet werden.
Auch die Erdarbeiten hatten beachtliche Dimensionen: Rund 13.360 Kubikmeter Boden wurden bewegt, um das Gelände für die zukünftige Nutzung vorzubereiten und die erforderlichen Geländehöhen herzustellen. Zur Veranschaulichung: Würde man diese Bodenmenge gleichmäßig auf ein Fußballfeld verteilen, entstünde eine knapp 1,90 Meter hohe Erdschicht.
Neben den Kanal- und Erdarbeiten wurde auch die verkehrliche Erschließung des Innovationsbandes hergestellt. Dazu zählen unter anderem die Baustraße innerhalb des Quartiers und die Anbindung des Vorplatzes der Modellfabrik Papier an die Arnoldsweilerstraße. Die neuen Verkehrsflächen ermöglichen die Erreichbarkeit der Modellfabrik und erleichtern die Anlieferung während der Bauphase. Die Baustraße im Bereich der geplanten Promenade wurde dabei bereits auf den späteren Endausbau ausgerichtet.
Ergänzend wurden weitere Entwässerungseinrichtungen, Versorgungsgräben und Leerrohre sowie Einrichtungen für die Straßenbeleuchtung hergestellt beziehungsweise vorbereitet. Die Arbeiten erfolgten in enger Abstimmung mit den zuständigen Versorgungsträgern und den parallel laufenden Hochbauarbeiten.