Düren. Ab 2028 wird die RATH Gruppe im nördlichen Bereich des Dürener Bahnhofs ein neues Technikzentrum mit Werkstatt- und Büroflächen errichten. Im Beisein von Bürgermeister Frank Peter Ullrich und Landrat Dr. Ralf Nolten hat das Unternehmen die Pläne jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die R.A.T.H. GmbH beschäftigt am Stammsitz Düren rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und stellt gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen Rurtalbus und Rurtalbahn den Bus- und Schienenpersonennahverkehr im Kreis Düren sicher. Gleichzeitig wird vor Ort gewährleistet, dass die Fahrzeuge – auch jene Züge und Busse, die über den Kreis hinaus in ganz NRW und deutschlandweit verkehren – jederzeit sicher und auf dem neuesten Stand sind. Der bisherige Werkstandort an der Kölner Landstraße stößt jedoch zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen.
Der Spatenstich für das neue Technikzentrum im nördlichen Bereich des Dürener Bahnhofes ist für Anfang 2028 geplant. Der konkrete Starttermin ist an die Freigabe von Fördermitteln aus dem Strukturwandelprogramm (InvKG) gebunden. Bis Mitte 2029 soll der Komplex fertiggestellt sein. Insgesamt wird mit einem Investitionsvolumen von rund 30 Millionen Euro gerechnet. Nach Angaben des Unternehmens sollen im Zuge des Neubaus rund 150 neue Arbeitsplätze entstehen.
Bürgermeister Frank Peter Ullrich betonte bei der Vorstellung der Pläne die Nähe zum Innovationsquartier Düren, das südlich entlang der Bahnstrecke entsteht: „Auf über 115.000 Quadratmetern entsteht ein ganz neues Stadtviertel, das Wohnen, Arbeiten und Lernen verknüpft. Wir bauen Brücken zwischen Industrie und Wissenschaft. Die Ansiedlung des hochmodernen Technikzentrums passt hier hervorragend hinein.“ Ein erfolgreicher Strukturwandel brauche starke Unternehmen. „Deshalb freuen wir uns darauf, noch enger mit der RATH Gruppe zusammen arbeiten zu können. Wir stellen die Weichen in Richtung mehr Arbeitsplätze, Innovation und steigende Umsätze.“
Landrat Dr. Ralf Nolten erklärte: „Der Neubau des Technikzentrums ist eine gezielte Investition in die Zukunft unseres öffentlichen Nahverkehrs. Das Projekt steht zudem für neue Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Es zeigt aber auch, dass über einen aktiv gestalteten Strukturwandel die Daseinsfürsorge für die Menschen im Kreis Düren gesichert und verbessert wird.“
Ergänzend zur städtischen Perspektive unterstreicht auch die RATH Gruppe die strategische Bedeutung des Neubaus für die zukünftige Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs und der eigenen Unternehmensstruktur. „Neue Aufträge und steigende technologische Anforderungen machen eine moderne Werkstattinfrastruktur notwendig, die effizient arbeitet und zusätzliche Arbeitsplätze in Stadt und Kreis Düren schafft“, sagte Herbert Häner, Mitglied der Geschäftsführung der R.A.T.H GmbH.
Die Investition sei bewusst zukunftsorientiert angelegt, ergänzte Dr. René Zweigel, Geschäftsführer der RATH Bahntechnik GmbH und Projektverantwortlicher: „Neben klassischen Werkstattprozessen werden auch neue Technologien und Antriebsformen berücksichtig. Wir gehen hier ein wichtiges Infrastrukturprojekt an, das notwendige Werkstattkapazitäten in der Region schafft und damit den zukünftigen ÖPNV nachhaltig prägt und verbessert.“





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