Eigentlich sollte die diesjährige Badesaison am Dürener Badesee bereits am 15. Mai starten. Nun ist es am morgigen Freitag (22.05.) endlich so weit: Das Tor öffnet sich für die Badegäste!
Verantwortlich für den See ist ab sofort ein neues Team, das die Freizeitanlage in den kommenden Jahren ordentlich modernisieren möchte. Alle Details zu den Plänen wurden heute auf einer Pressekonferenz direkt am Seeufer vorgestellt.
Das Wichtigste in Kürze:
- Großveranstaltungen bleiben: Events wie das Nibirii-Festival, die 70er/80er/90er-Party und das Open Air am See finden weiterhin wie gewohnt statt.
- Öffnungszeiten: Ab dem 22.05.2026 ist der See montags bis freitags von 10:00 bis 20:00 Uhr geöffnet, am Wochenende von 09:00 bis 21:00 Uhr. Bei besonders gutem Wetter wird die Öffnungszeit spontan bis 22:00 Uhr verlängert.
- Eintrittspreise: Der reguläre Eintritt steigt auf 5 Euro pro Person. Ermäßigungen gibt es für Schülerinnen, Schüler, Studierende etc.
- Altbewährtes: Die Wasserski-Anlage Dock5 und der Kiosk werden von den bisherigen Pächtern weitergeführt. Auch die Wasseraufsicht liegt weiterhin in den verlässlichen Händen der DLRG.
- Parkplätze: Die Parkflächen bleiben weiterhin städtisch und somit gebührenpflichtig.
- Zukunft: Neue Freizeitangebote werden schrittweise in den nächsten Tagen und Wochen eingeführt.
Vom Badesee zur modernen Freizeitanlage
Den neuen Pachtvertrag hat der Dürener Service-Betrieb (DSB) mit der frisch im April 2026 gegründeten Blue Playground UG geschlossen, die beim Amtsgericht Düren registriert ist. Hinter dem Unternehmen stehen die drei Geschäftsführer Björn Lindert, Lukas Funck und Shane Klingler.
Das Trio sieht massig Potenzial im Dürener Badesee und will dieses voll ausschöpfen. In den kommenden Wochen soll das Areal um einen Aquapark (eine schwimmende Hüpfburg auf dem Wasser), Stand-up-Paddling und moderne eFoils (elektrische Surfbretter) erweitert werden.
Auch kulinarisch wird aufgerüstet: Die Gastronomie wird bald durch Flammkuchen, Pizza, Wraps und Ähnliches ergänzt. Für die Zukunft prüft das Team zudem weitere Trendsportarten sowie Wellness-Angebote wie ein Saunafass und Eistonnen.
Kooperation mit den Großveranstaltern
Während der großen Musikevents ruht der neue Pachtvertrag offiziell. Die Pächter planen jedoch eine enge Kooperation mit den jeweiligen Großveranstaltern. So soll erreicht werden, dass die neuen Freizeitangebote teilweise auch von den Festivalgästen genutzt werden können.
Die Rolle des Dürener Service-Betriebs (DSB)
In den vergangenen zehn Jahren wurde der Badesee komplett vom Dürener Service-Betrieb geführt. Betriebsleiter Ben Savelsberg und sein Stellvertreter Ingo Mannek haben gezielt nach Wegen gesucht, das Angebot am See zu modernisieren und zu dynamisieren – der neue Pachtvertrag ist das Ergebnis dieses Prozesses.
Auch in Zukunft bleibt der See eine Event-Location: Der Vertrag räumt dem DSB das Recht ein, an einzelnen Tagen eigene Veranstaltungen durchzuführen bzw. an Großveranstalter zu verpachten. Dabei betont Betriebsleiter Savelsberg, dass stets Rücksicht auf die Anwohner in Mariaweiler und Gürzenich genommen wird.
Eine Großaufgabe bleibt jedoch beim DSB hängen: die in die Jahre gekommene Seebrücke. Diese steht aktuell wegen Sanierungsbedarfs nur teilweise zur Verfügung. Bauzäune und provisorische Bodenbeläge zeigen den akuten Handlungsbedarf. In den nächsten Jahren soll hier eine dauerhafte, solide Lösung realisiert werden.








Ingo Mannek (DSB), Björn Lindert, Lukas Funck, Shane Klingler (Blue Playground UG, Ben Savelsberg (DSB)