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5 Jahre Dürener Handicup: Internationales Tennisturnier für Blinde und Sehbehinderte

Blindentennis

Die Luxemburgerin Liz Conzemius, Welt- und Europameisterin im Blinden- und Sehbehindertentennis B2, beim letztjährigen Dürener Handicup auf dem Turniergelände des Post-Ford-Sportverein an der Kuhbrücke.


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Der „Dürener Handicup“, das internationale Tennisturnier für Blinde und Sehbehinderte findet in diesem Jahr zum fünften Mal in Folge auf dem Gelände des Post-Ford-Sportverein (PFSV) An der Kuhbrücke 27 in Düren statt. Für das dreitägige Turnier erwarten die Verantwortlichen blinde und sehbehinderte Teilnehmende u.a. aus Deutschland, England, den Niederlanden, Spanien und Frankreich.

Seit diesem Jahr ist das Turnier offizieller Partner der „Takei World Tennis Tour“, die Tennisturniere für Blinde und Sehbehinderte international organisiert und u.a. Weltranglistenpunkte vergibt. Erstmalig nehmen die Nummer 1 und 2 der Weltrangliste am Turnier teil. Interessierte und Gäste sind zu den Spielbegegnungen am Turnierwochenende, Freitag, 17.7., 16.00-19.00 Uhr, Samstag, 18.7., 9.00-16.00 Uhr und Sonntag, 19.7., 9.00-12.00 Uhr (Finals, Siegerehrungen) jederzeit willkommen. Als Schirmherren konnten Landrat Dr. Ralf Nolten und Dürens Bürgermeister Frank Peter Ullrich gewonnen werden.

„Wir sind super stolz darauf, unser Turnier bereits zum fünften Mal in Folge auszurichten! Der Dürener Handicup hat sich mittlerweile zu einer festen Größe im Turnierplan der Gemeinschaft blinder und sehbehinderter Tennisspielender etabliert. Die Zusage der beiden Weltranglistenersten im internationalen Blinden- und Sehbehindertentennis freut uns besonders: Es wird sensationell sein, zu erleben, was man zu leisten vermag, wenn man nur nach Gehör und Intuition spielt!“, sagt PFSV-Initiator Christian Schäfer. Schäfer kommt aus Düren. Er ist amtierender Deutscher Meister in der Sehklasse B3.

Wie schon in den Vorjahren haben sich zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer angemeldet, die das Turnier als Schiedsrichter oder Koordinatoren begleiten: „Viele helfende Hände kommen aus unserem Verein. Aber wir haben mittlerweile auch einen festen Stamm von Jugendlichen und Erwachsenen, die nicht beim PFSV sind, sich aber aus ihrem Interesse an diesem ungewöhnlichen und sehenswerten Sport engagieren“, so PFSV-Vereinsvorsitzender Thomas Seiffert. Für die Unterbringung anreisender Teilnehmender kooperieren die Veranstalter mit dem benachbarten Berufsförderungswerk für Blinde und Sehbehinderte BfW. Lokale Sponsoren unterstützen die Veranstaltung, u.a. Sparkasse Düren und Dürener Bürgerstiftung. Weitere Infos gibt es auf www.pfsv-dueren.de, www.blindentennis-dueren.de und www.takeitour.com

Blinden- und Sehbehindertentennis wurde vor 30 Jahren in Japan entwickelt. 2014 wurde die International Blind Tennis Association gegründet. Ziel ist die Anerkennung als neue paralympische Sportart. In Deutschland organisiert das „Tennis für alle“-Projekt Workshops. Deutschlandweit gibt es zurzeit circa nur 80 Aktive. Die Verantwortlichen wollen durch verstärkte Presse- und Öffentlichkeit die Begeisterung für die Sportart stärken und Spielerinnen und Spieler aller Generationen hinzugewinnen.

Für den Spiel- und Turnierbetrieb sind Regelanpassungen notwendig: das ist Feld verkleinert, die Linien mit einer Schnur überklebt, die mit den Füßen ertastet werden können. Dank Schaumstoffhülle und Rassel ist der Ball langsamer und hörbar. Die Spielerinnen und Spieler treten in jeweils vier Kategorien gegeneinander an, die nach Sehtest eingeteilt sind: bei vollblinden Spielern (Kategorie B1) und hochgradig Sehbehinderten (B2) darf der Ball dreimal im eigenen Feld aufspringen, bevor er zurückgespielt wird. In der Kategorie B3 darf der Ball vor dem Return zweimal aufspringen, bei B4 nur einmal.

Quelle: Post Ford Sportverein Düren