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Kreis Düren: Steigende Jugendumlage trotz Kita-Gebühren und neue ÖPNV-Umlage

Kreishaus Wappen


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Wie finanziert der Kreis Düren seine Tätigkeiten im neuen Jahr 2026? Darum geht es, wenn der Kreisausschuss am 27. Januar über den neuen Haushalt diskutiert. Dabei geht es vor allem um die Umlagen. Die Einnahmen durch die allgemeine Kreisumlage sollen laut Haushaltsentwurf weiter steigen und auch die Jugendumlage wird erhöht, obwohl der Kreis wieder Kita-Gebühren erhebt. Ganz neu soll eine Umlage für den ÖPNV eingeführt werden.

Kreisumlage: Mehr als 200 Millionen Euro von den Kommunen

Die Arbeit eines Kreises wird vor allem durch die zugehörigen Städte und Gemeinden finanziert. Dazu dient die allgemeine Kreisumlage. Die Kommunen geben einen Teil ihrer Einnahmen, die sie aus Steuern und Zuweisungen des Landes erhalten, an den Kreis weiter. Wie groß dieser prozentuale Anteil ist, wird mit dem Hebesatz festgelegt. Im Kreis Düren bleibt dieser Hebesatz im Vergleich zu den Vorjahren unverändert und beträgt auch 2026 wieder 36,8616%. Die Einnahmen, die der Kreis erhält, steigen jedoch weiter. Nachdem sie bereits von 182,4 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 192,7 Millionen Euro für 2025 gestiegen waren, gibt es im geplanten Haushalt 2026 einen erneute Erhöhung auf 206,49 Millionen Euro.

Die Verwaltung rechnet mit 49 Millionen Euro Mehrausgaben bei Transferausgaben. Um den Hebesatz unverändert lassen zu können, werden demgegenüber ein globaler Minderaufwand, also pauschale Sparmaßnahmen, sowie ein Verlustvortrag von 5 Millionen Euro eingeplant. Außerdem wird ein Teil der Kosten in eine neue ÖPNV-Umlage verschoben.

Neue Umlage für den ÖPNV

Der Kreis Düren finanziert auch den ÖPNV mit Bussen und Bahnen. Für die hierbei anfallenden Kosten soll im Haushalt 2026 erstmals eine gesonderte ÖPNV-Umlage erhoben werden. Diese wird jeweils zur Hälfte aus den allgemeinen Umlagegrundlagen und einem leistungsbezogenem Anteil zusammen. Letzter berücksichtigt zu 70% die zeitliche Leistung und zu 30% die absolvierten Kilometer berücksichtigt. Daher ergeben sich für alle Kommunen unterschiedliche Anteile. Die höchsten Anteile haben Hürtgenwald, Inden und Vettweiß mit mehr als 5%, während Aldenhoven und Düren mit 3,2% und 3,4% die geringsten Werte haben.

Höhere Jugendumlage trotz wiedereingeführter Kita-Gebühren

Seit der Landesbeauftragte Ferdinand Aßhoff den suspendierten Landrat Wolfgang Spelthahn vertrat, sorgte kaum ein Thema im Kreis für so viele Diskussionen wie die Wiedereinführung der Kita-Gebühren. Im Oktober 2025 beschloss der Kreistag auf Anordnung der Bezirksregierung schließlich die neue Beitragsordnung. Eltern müssen ab August 2026 je nach Einkommen und Betreuungszeit zwischen 80 und 510 Euro pro Monat zahlen, sofern sie mehr als 50.000 Euro jährlich verdienen. Nur in der Stadt Düren, die ein eigenes Jugendamt hat, gilt dies nicht.

Trotzdem erhöht der neue Kreistag unter der Leitung von Landrat Ralf Nolten die Jugendumlage, mit der Aufgaben des Kreises zugunsten von Kindern und Jugendlichen finanziert werden. Der Hebesatz dafür soll von 41,5181%, die 2025 erhoben wurden, auf 41,6952% für 2026 steigen. Auch die Einnahmen durch die Umlagen steigen. Für 2024 betrug sie 118,1 Millionen Euro und für 2025 122 Millionen Euro. 2026 sind 134.110.380 Euro eingeplant.