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Skulptur „Ursprung“ vor dem Leopold-Hoesch-Museum wird abtransportiert

Mit einem Sicherheitszaun umgeben: Ulrich Rückriems SteinskulpturStadt Düren


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Lange Jahre war sie allseits sichtbares Zeichen an einem Ort der Kunst und längst zu einem Teil des Dürener Stadtbildes geworden: Ulrich Rückriems Steinskulptur „Ursprung“ vor dem Leopold-Hoesch-Museum. Jetzt muss das Kunstwerk wegen nicht-reparabler Schäden und aus Gründen der Verkehrssicherheit abtransportiert werden.

Vorangegangen war der Abbruch eines Eckstücks mit einem Gewicht von mehr als 200 kg im vergangenen Jahr. Daraufhin wurde die Außenskulptur seitens der Stadt umgehend mit einem Bauzaun gesichert. Zur Klärung des Abbruchs und der Frage, wie die Verkehrssicherheit der öffentlich zugänglichen Skulptur für die Zukunft einzuschätzen ist, fanden in der Folge mehrere Ortstermine unter Beteiligung von Fachleuten statt. Mit dem Ergebnis, dass auch zukünftig mit weiteren Abbrüchen zweifelsfrei zu rechnen ist. Auch ins Auge gefasste mögliche Sicherungsmaßnahmen wurden wieder verworfen, entweder wären sie nur begrenzt nachhaltig gewesen oder hätten am Kunstwerk, das Ulrich Rückriem der Stadt Düren im Jahr 2011 geschenkt hatte, deutlich sichtbare Zeichen hinterlassen. So kommt als Lösung nur die Entfernung der Außenskulptur in Frage.

Für den Künstler selbst, der sich nach Erläuterung der Sachlage insbesondere auch unter dem Aspekt der nicht mehr gewährleisteten Verkehrssicherheit der Skulptur mit deren Entfernung einverstanden erklärt hat, ist der Abbruch „ein Unfall der Natur“. Ulrich Rückriem: „Es kann passieren. Man kann diese sich bildenden Risse leider im Voraus nicht sehen. Das ist sehr schade.“ 
Auch Anja Dorn, Direktorin des Leopold-Hoesch-Museums, bedauert die Entwicklung: „In den letzten zwölf Jahren ist Ulrich Rückriems Skulptur „Ursprung“ zu einem Teil des Dürener Stadtbilds geworden. In jedem Fall hat sie wunderbar zur neobarocken Architektur des Leopold-Hoesch-Museums gepasst und mit der sachlichen Gestaltung des Museumsvorplatzes gespielt. Es ist sehr bedauerlich, dass der Stein den Veränderungen der Zeit und des Klimas nicht standhält.“ 

Der Abtransport der Außenskulptur soll zeitnah erfolgen. Anja Dorn richtet derweil ihren Blick schon in die Zukunft. Die Museumsleiterin kündigte an, dass nun mit allen Beteiligten überlegt werden soll, wie der Platz vor dem Leopold-Hoesch-Museum durch eine Neugestaltung oder eine andere künstlerische Arbeit langfristig mehr Aufenthaltsqualität erhalten kann.