Düren. Mit einem eindringlichen Appell zu Zuversicht und Zusammenhalt hat Bürgermeister Frank Peter Ullrich in dieser Woche die Neujahrsempfänge der Stadt Düren eröffnet.
Rund 450 Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen und Verbänden kamen dazu im Winkelsaal von Schloss Burgau zusammen, einen Tag später folgten die Vertreterinnen und Vertreter aus Behörden, Wirtschaft und Industrie im Foyer des Dürener Rathauses.
„Die Welt ist komplizierter geworden, einfache Lösungen gibt es kaum. Umso wichtiger ist es, an uns selbst zu glauben und optimistisch in die Zukunft zu blicken“, betonte Frank Peter Ullrich zu Beginn seiner jeweiligen Ansprachen. Dafür gebe es in Düren viele gute Gründe, blickte der Bürgermeister zunächst auf das vergangene Jahr .
Die Ergebnisse der Bundestags- und Kommunalwahl wertete er als stabile Grundlage für verlässliche politische Arbeit auf Bundes- wie auf kommunaler Ebene. Diese Stabilität sei notwendig, um die bevorstehenden Herausforderungen anzugehen. Trotz der schmerzhaften Arbeitsplatzverluste infolge der Insolvenzen von Andritz Kufferath und Neapco zeigte sich Ullrich zuversichtlich für die weitere Entwicklung der Stadt und gab zugleich einen Ausblick auf das Jahr 2026.
Angesichts enger werdender finanzieller Spielräume hob der Bürgermeister mehrere positive Signale hervor: Im kommenden Doppelhaushalt seien keine Steuererhöhungen vorgesehen, zudem bleibe die Beitragsfreiheit für Kitas in Düren erhalten. Auch zentrale Entwicklungsprojekte wie der Umbau des Bahnhofsviertels sowie die Ansiedlung neuer Einrichtungen und Unternehmen würden konsequent weiterverfolgt. Diese Faktoren seien entscheidend für die Attraktivität des Standorts, insbesondere für junge Familien. Die wachsende Einwohnerzahl und die Annäherung an die 100.000-Einwohner-Marke zeigten deutlich, dass Düren ein gefragter Wohn- und Lebensort sei.
Beim Thema Sicherheit und Ordnung mahnte Frank Peter Ullrich zu mehr Gelassenheit. Die Stadt werde nicht, wie teils behauptet, in Kriminalität versinken. Vieles beruhe auf subjektiven Wahrnehmungen. Die niedrigen Straftatenzahlen in der Innenstadt belegten vielmehr, dass die gemeinsam mit zahlreichen Partnern umgesetzten Maßnahmen wirkten.
Deutliche Worte fand der Bürgermeister beim Thema Sauberkeit. Jährlich müsse der Dürener Service Betrieb mehr als 50 Tonnen illegal entsorgten Müll beseitigen. Hier sei mehr Eigenverantwortung aller Bürgerinnen und Bürger gefragt – sowohl beim richtigen Umgang mit Abfällen als auch bei deren Vermeidung.
Den ehrenamtlich Engagierten in Vereinen und Verbänden sprach Ullrich seinen ausdrücklichen Dank aus und ermutigte sie zugleich, aktiv auf Neubürgerinnen und Neubürger zuzugehen. Sein Dank galt zudem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie den Einsatzkräften von Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr.
Ein weiteres zentrales Thema war die internationale Zusammenarbeit. Gerade in Zeiten von Kriegen und zunehmendem Nationalismus sei Internationalität auch auf kommunaler Ebene unverzichtbar, betonte der Bürgermeister. Für 2026 stehen mehrere Jubiläen an: Seit 25 Jahren bestehen die Städtepartnerschaften mit Grada“ac in Bosnien-Herzegowina und Stryj in der Ukraine, seit 55 Jahren die Verbindung zwischen Düren-Niederau und Altmünster-Neukirchen in Österreich. Zudem ist eine Delegationsreise in die chinesische Partnerstadt Jinhua geplant.
Zum Abschluss warb Frank Peter Ullrich erneut für eine enge Zusammenarbeit zwischen Stadt, Behörden, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden. Stadtentwicklung sei eine gemeinsame Aufgabe. „Es gehört zum Selbstverständnis unserer Stadt, auch aus schwierigen Situationen das Beste draus zu machen und gestärkt daraus hervorzugehen. Das sollte uns Mut machen“, so der Bürgermeister.
Musikalisch unterstützt wurden die Neujahrsempfänge auf Schloss Burgau vom Musikverein Düren-Niederau 1971 e.V. unter der Leitung von Oliver Horn sowie im Foyer des Dürener Rathauses vom Klarinetten-Trio der Musikschule Düren, namentlich Julia Rode, Gabriele Robertz und Antje Paulus-Rode.
Als Neujahrsgeschenke der Stadt Düren erhielten die anwesenden Gäste diesmal eine Kulturtasche, versehen mit der Dürener Skyline sowie einen Jahreskalender „Düren – Weitblicke“ des Künstlers Elmar Falter mit besonderen Stadt-Motiven.
Finanziell unterstützt wurden die Neujahrsempfänge der Stadt Düren von der Sparkasse Düren.
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