Die Dürener Politik unterstützt weiterhin den ÖPNV in der Stadt, allerdings zukünftig auf andere Weise. Das bisherige City-Ticket für günstige Fahrten mit Bus und Bahn wird durch eine Subventionierung des Eezy-Tarifs im AVV ersetzt. Einen entsprechenden Beschluss hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 25. Februar gefasst.
Kilometer statt Tarifzone
Meistens werden Fahrpreise im ÖPNV nach Tarifzonen berechnet. Der Eezy-Tarif, den der AVV eingeführt hat, nutzt ein anderes Preismodell. Dabei bezahlen die Fahrgäste neben einem Grundpreis genau für die Kilometer, die sie von der Start-Haltestelle bis zum Ziel tatsächlich zurücklegen. Dazu müssen sie über die eine App am Anfang der Fahrt einchecken und am Ziel wieder auschecken. Die Strecke wird dabei nach Luftlinie berechnet. Weitere Informationen gibt es in den FAQ.
Eezy-Tarif ersetzt City-Ticket
In der Stadt Düren gab es seit 2017 das City-Ticket. Für 2,00 € pro Fahrt konnte man damit günstig mit Bus und Bahn durch die Stadt fahren. Außerdem nutzen viele Fahrgäste das Deutschland-Ticket. Die Politik stand nun vor der Frage, wie die Unterstützung des ÖPNV zukünftig aussehen soll und hatte dafür ein Gutachten in Auftrag gegeben.
Grundsätzlich standen zwei Varianten zur Auswahl. Die neue Subventionierung des Eezy-Tarif sollte entweder parallel zum City-Ticket erfolgen oder dieses ersetzen. Bei der Unterstützung des Eezy-Tarif war außerdem zu entscheiden, ob es um den Grundpreis oder Kilometerpreis gehen sollte und wie hoch der Zuschuss sein sollte. Die Entscheidung fiel für eine Abschaffung des City-Tickets und eine Subventionierung bei den Kilometern.
75% auf den Kilometerpreis
Die Stadt Düren subventioniert zukünftig 75% beim Kilometerpreis. Der AVV gibt einen Grundpreis von 1,54 € pro Fahrt an, der für maximal drei Stunden gilt. Pro Kilometer kommen im AVV 0,29 € hinzu. Durch den Zuschuss sinkt dieser Preis auf 0,07 €. Für die Nutzer ergibt sich ein durchschnittlicher Fahrtpreis von 1,82 €, was also günstiger ist als das bisherige City-Ticket.
Laut Gutachten rechnet die Stadt bei diesem Szenario mit Kosten von 182.000 Euro pro Jahr für die Subventionierung. Dabei erwarten sie 362.000 Fahrten jährlich. Das wäre im Vergleich zum bisherigen Stand ein Rückgang von 3,6%, während bei einer Subventionierung des Grundpreises mit einem Anstieg gerechnet worden war. Allerdings ist das Modell mit dem Kilometerpreis für die Stadt auch günstiger als das Modell mit dem Grundpreis.






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