Der Dürener Integrationsrat beschäftigt sich in seiner heutigen Sitzung (8. September) wieder damit, das Zusammenleben der Menschen mit verschiedenen Nationalitäten und Kulturen in der Stadt zu verbessern. Zwei Vereine haben Anträge auf Zuschüsse eingereicht, die beispielhaft zeigen, wie die konkrete Arbeit aussieht.
Dmytro Malenkyi wurde vor einem Jahr als Vertreter der ukrainischen Gemeinschaft in den Integrationsrat gewählt. Er ist zugleich Vorsitzender des Vereins Tempusauxilii e.V., dessen lateinischer Name Zeit für Hilfe bedeutet. Dieser Verein möchte ein Projekt mit Senioren ab 60 Jahren verschiedener Nationalitäten durchführen: „Aktiv 60+ – Gemeinsam in Düren“. Im Abstand von zwei Monaten sollen drei Begegnungstreffen mit jeweils 30 bis 40 Teilnehmenden stattfinden. Außerdem sind Bildungsaktivitäten wie Besuche im Stadtmuseum und Papiermuseum geplant. Nach diesem Pilotprojekt soll das Angebot dauerhaft etabliert werden. Für verschiedene Spiele, Kreativ- und Beschäftigungsmaterial sowie Verpflegung und anderes Material hat der Verein die maximal möglichen 1.000 Euro Zuschuss beantragt.
Um die gleiche Summe geht es für das Kurdische Demokratische Gesellschaftszentrum. In diesem Fall bezieht sich der sogenannte identitätsstiftende Antrag auf das Projekt „Kulturelle Brücken – Integration durch Kultur, Sprache und Begegnung“. Damit soll der interkulturelle Dialog gefördert und der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden. Sprachliche Kompetenzen und Kreativität sollen verbessert werden. Mit dem Geld möchte der Verein u.a. Workshop-Material und Referenten bezahlen.
Seit der Wahl im September 2025 gehören dem Integrationsrat insgesamt Gruppierungen an. Dazu gehören der mit fünf Sitzen am stärksten vertretene „Dialog ohne Grenzen“ sowie Vision Düren mit vier und die Grüne Liste mit drei Sitzen. Hinzu kommt der bereits erwähnte Dmytro Malenkyi für die ukrainische Gemeinschaft.






Stein am Europaplatz