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Düren will Kinder- und Jugendfreundlichkeit weiter stärken

Gruppenbild mit MenschenStadt Düren


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Düren. Die Stadt Düren will ihre Kinder- und Jugendhilfe konzeptionell weiterentwickeln und dabei die Rechte und Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen weiter stärken. Der Jugendhilfeausschuss hat sich jetzt mit den entsprechenden Plänen der Verwaltung beschäftigt. 

Die abschließende Entscheidung darüber soll der Rat der Stadt Düren in der kommenden Woche treffen.

Vorgesehen ist unter anderem, das bestehende Konzept „kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadt Düren“ zu aktualisieren und die Themen Kinderarmut und Chancengerechtigkeit verstärkt in den Blick zu nehmen. „Düren ist eine familienfreundliche Stadt und das soll auch so bleiben. Deshalb bin ich der Verwaltung sehr dankbar für die Initiative, das bestehende Konzept weiterzuentwickeln und dabei das Thema Kinderarmut verstärkt aufzunehmen“, sagt Liesel Koschorreck, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses. „Denn jedes Kind verdient gute Chancen und ein Umfeld, in dem es sich wohlfühlen und gut entwickeln kann.“

Die bisherige Konzeption „kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadt Düren“ wurde zuletzt im Jahr 2002 fortgeschrieben. Schon damals lag der Schwerpunkt darauf, innerhalb der Verwaltung Strukturen zu schaffen, durch die die Interessen von Kindern, Jugendlichen und Familien berücksichtigt werden. Mit der geplanten Aktualisierung sollen jetzt die strategischen Ziele einer kinder-, jugend- und familienfreundlichen Stadt und die zukünftige Ausrichtung der Jugendhilfe neu gefasst und anschließend im derzeit entstehenden Jugendhilfeplan verankert werden.

Ein zentraler Baustein ist die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Dazu sollen zunächst die vorhandenen Beteiligungsangebote und -strukturen untersucht werden. Unter anderem soll betrachtet werden, ob unterschiedliche Altersgruppen ausreichend berücksichtigt werden, wie bestehende Angebote angenommen werden und wie eine Beteiligung junger Menschen im Rat der Stadt Düren ausgestaltet werden könnte. Die Ergebnisse sollen in ein Beteiligungskonzept einfließen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema „Kinderarmut“. Schon 2011 wurde in Düren eine Steuerungsgruppe „Netzwerk Kinderarmut“ eingerichtet. Dieses Thema soll nun wieder intensiver verfolgt und ein aktuelles Handlungskonzept erarbeitet werden. Grundlage dafür soll unter anderem eine differenzierte Datenbasis sein, die die soziale Lage von Kindern und Jugendlichen auch kleinräumig in den einzelnen Sozialräumen der Stadt abbildet. Ziel ist es, Chancen- und Teilhabegerechtigkeit stärker in den Mittelpunkt zu rücken und Benachteiligungen entgegenzuwirken.

„Wir wollen deutlich machen, dass Düren eine kinder- und familienfreundliche Stadt ist – nach innen genauso wie nach außen. Dafür sind wir schon gut aufgestellt, gleichzeitig gibt es Bereiche, die wir weiterentwickeln können“, sagt Christopher Löhr, Beigeordneter für Generationen, Demografie und Soziales der Stadt Düren. „Gute Bedingungen für Kinder, Jugendliche und Familien sind nicht nur eine soziale Aufgabe, sondern auch ein wichtiger Standortfaktor. Düren hat viel zu bieten – auch für Familien aus den umliegenden Ballungsräumen, die nach einem attraktiven und bezahlbaren Lebensmittelpunkt suchen.“

Darüber hinaus soll geprüft werden, wie bekannt Kinderrechte in Düren bereits sind und wo weiterer Handlungsbedarf besteht. Kinder sollen ihre Rechte kennen und vertreten können. Gleichzeitig sollen Eltern, Fachkräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung für die Bedeutung der Kinderrechte sensibilisiert werden. Das Jugendamt plant deshalb unter anderem die Entwicklung eines entsprechenden Schulungskonzeptes für Beschäftigte der Stadtverwaltung.

Die verschiedenen Bausteine sollen nicht nur für sich allein stehen, sondern miteinander verknüpft werden und schließlich in den neuen Jugendhilfeplan fließen. Dieser soll künftig die Grundlage für die strategische Ausrichtung der Kinder- und Jugendhilfe in Düren bilden und im zweiten Quartal 2027 veröffentlicht werden. In den Entwicklungsprozess sollen neben verschiedenen Fachbereichen insbesondere auch die freien Träger sowie die jeweiligen Zielgruppen eingebunden werden.