Düren. Insgesamt rund 560 Arbeitsstunden haben im „Haus der Industrie“ auf der Tivolistraße in Düren einen historischen Schatz wieder in altem Glanz erstrahlen lassen: Im Eingangsbereich des Sitzes der Vereinigten Industrieverbände Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung wurden eine historische Stuckdecke und Marmormalereien restauriert.
Teile der Stuckdecke und die Marmormalereien waren zufällig bei Umbauarbeiten hinter einer abgehängten Decke und hinter einer Tapete entdeckt worden. Die Villa stammt aus dem 19. Jahrhundert und hatte den verheerenden Bombenangriff auf Düren nahezu unbeschadet überstanden. „Es ist wirklich ein enormer Glücksfall, dass hier Zeugnisse einer Zeit wiederentdeckt und wiederhergestellt wurden, aus der es ansonsten in unserer Stadt leider nicht mehr so viele gibt“, erklärte Bürgermeister Frank Peter Ullrich bei der Vorstellung der Ergebnisse der Renovierungsarbeiten.
Nach dem Zufallsfund hatten die Vereinigten Industrieverbände die Renovierungsarbeiten in enger Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Düren und dem LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland in Auftrag gegeben. „Wir haben hier ein wirklich einzigartiges Stück Stadtgeschichte entdeckt. Zum Glück war der Stuck noch so gut erhalten und symmetrisch aufgebaut, dass wir die fehlenden Stücke nachbilden konnten“, berichtete VIV-Geschäftsführer Dr. Stefan Cuypers.
Die Restaurierungsarbeiten waren im Rahmen des Denkmalförderungsprogramms 2024 des Landes NRW und mit Mitteln der Stadt Düren aus dem Denkmalschutz gefördert worden.







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