Die Kriminalitätslage im Kreis Düren ist auch im Jahr 2025 durch ein komplexes Zusammenspiel lokaler Dynamiken, bundesweiter Trends sowie internationaler Entwicklungen geprägt. Weltweite Ereignisse wie
geopolitische Konflikte, wirtschaftliche Unsicherheiten oder migrationspolitische Diskussionen wirken sich unmittelbar auf die Bevölkerung und somit das Kriminalitätsgeschehen aus.
Die kriminalstatistische Entwicklung zeigt seit nunmehr drei Jahren einen grundsätzlich positiven Abwärtstrend der Gesamtfallzahlen. Das Bild ist aber in den unterschiedlichen Deliktsbereichen sehr heterogen ausgeprägt. Insgesamt wurden im Jahr 2025 16.148 Strafanzeigen gefertigt. Dies sind in Summe 574 Delikte weniger als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote sank um 1,17% auf 53,17%.
Die Straftaten gegen das Leben liegen mit 10 Stück auf Vorjahresniveau und genau im 10-Jahres-Mittel. In neun von zehn Fällen konnten tatverdächtige Personen ermittelt werden. Der im letzten Jahr beunruhigende Anstieg der Gewaltkriminalität konnte gebrochen werden und die Zahlen befinden sich mit unter 600 fast auf dem Niveau des Coronajahres 2021.
Auch der Einsatz von Messern im öffentlichen Raum und Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gingen deutlich zurück.
Gesamtkriminalität und ihre wesentlichen Anteile
Die größten Anteile an der Gesamtkriminalität stellten, wie auch bereits in den Vorjahren, Diebstahlsdelikte mit 37,89% dar. Auf dem zweiten Rang folgen die sonstigen Delikte mit insgesamt 32,91%.
Diebstahlskriminalität
Die Gesamtzahl der Diebstahlsdelikte sank im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % von 6.411 auf 6.118 Fälle. Die Aufklärungsquote konnte im gleichen Zeitraum leicht verbessert werden. Die Fallzahlen im Bereich Wohnungseinbruchdiebstahl stiegen leicht um 8,6% an. Die Aufklärungsquote sank dabei um 2,27% auf insgesamt 8,33%. Dies liegt u.a. an dem hohen Versuchsanteil von 40,63%. Denn mangels Tatbeute und oft nicht vorhandener oder sehr geringer Spurenlage, fehlen hier die erfolgversprechendsten Ermittlungsansätze.
Vermögens- und Fälschungsdelikte
Die Fallzahlen in diesem Deliktsbereich, zu denen insbesondere Betrug, Veruntreuung und Unterschlagung gehören, bewegen sich auf Vorjahresniveau.
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung
In diesem Straftatenkomplex sank die Gesamtzahl der Delikte um 30 (-10,83%).
Straßenkriminalität
Die Gesamtzahl der unter die Rubrik „Straßenkriminalität“ fallenden Delikte stieg leicht von 4.026 auf 4.170. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote um 0,22% auf 19,64%.
Fazit
Der Trend sinkender Fallzahlen hat sich fortgesetzt. In einigen Deliktsbereichen – insbesondere die Bürgerinnen und Bürger stark belastende wie z.B. Gewaltdelikte und Körperverletzungen im öffentlichen Raum – sind teils starke Rückgänge festzustellen. Lediglich im Bereich des Wohnungseinbruchsdiebstahls stiegen die Zahlen leicht an. Hier wird die KPB Düren im Jahr 2026 weitere Maßnahmen zwecks
Eindämmung der Zahlen ergreifen (erhöhe Präsenz, konsequentes Einschreiten sowie zielgerichtete Präventionsarbeit).








Kriminalitätsentwicklung Kreis Düren 2025