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WVER: Hochwasserschutz beginnt zu Hause


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Hochwasserschutz beginnt zu Hause

Das Forschungsprojekt FloodJustice will die Hochwasservorsorge verbessern und bietet Beratung zu Schutzmaßnahmen am eigenen Gebäude

Der Wasserverband Eifel-Rur und die StädteRegion Aachen sind Teil des so genannten FloodJustice-Projekts. Dieses von der Europäischen Union und dem Umweltministerium von NRW kofinanzierte Projekt bindet für drei Jahre Einrichtungen aus Forschung und Lehre, aber eben auch aus der Praxis wie den Wasserverband und die StädteRegion Aachen zusammen.

Die Partner im Projekt „FloodJustice“ sind der Lehrstuhl für Raumplanung und Risikomanagement der Technischen Universität Dortmund (RER), das Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft der RWTH Aachen University (IWW), die StädteRegion Aachen und der Wasserverband Eifel-Rur (WVER).

Die Projektteilnehmenden wollen dabei einen neuen Blick auf den Hochwasserschutz werfen. Dieser wird bisher meist auf so genannte Jährlichkeiten ausgerichtet, also „Wie oft kommt ein Hochwasser statistisch in einem bestimmten Zeitraum vor?“

Das Projekt möchte vielmehr Paramater entwickeln, nach denen Schutzmaßnahmen „gerechter“ bewertet werden können. Dies sind etwa Fragen der Verwundbarkeit: Wo leben Menschen, die sich im Falle eines Hochwassers nicht ohne Hilfe retten können? Sind schützenswerte Umwelt- oder Kulturgüter gefährdet?  Aber auch andere Aspekte sind wichtig: Wie beeinflussen sich Ober- und Unterlieger gegenseitig? Wo entfaltet Hochwasserschutz seine Wirkung und wer stellt ihn bereit?

Zum Projekt gehört auch die Frage, wie Menschen sich selbst und ihre Güter schützen können. Hochwasser ist nämlich eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur gelingen kann, wenn alle an einem Strang ziehen. Die Menschen sollen dabei für das Thema Eigenvorsorge beim Hochwasserschutz sensibilisiert werden.

Dazu gibt es für Interessierte in der Stadt Aachen, der Städteregion Aachen, dem Kreis Düren und dem Kreis Heinsberg, die nach jetzigem Kenntnisstand in gefährdeten Bereichen leben, ein Beratungsangebot zum hochwasserangepassten Objektschutz.

In einem persönlichen Beratungsgespräch werden die individuelle Gefährdungssituation besprochen und geeignete Schutzmaßnahmen erörtert. Das Beratungsgespräch ist kostenfrei. Zusätzlich kann für eine geringe Gebühr ein Hochwasserpass des Hochwasserkompetenz-Centrums beantragt werden. Dieser beinhaltet eine fundierte Standortanalyse und Bewertung von bestehenden und geplanten Privat- und Gewerbeimmobilien und dokumentiert passende Maßnahmen zur Eigenvorsorge. Der Pass hilft auch bei der Versicherung von Elementarschäden.

Ansprechpartnerin beim WVER für das Beratungsgespräch ist bis September 2028 Frau Christine Engel. Sie ist über die Telefonnummer 0173 5227 585 oder per Mail unter ChristineJohanna.Engel@wver.de zu erreichen.