Bericht: Stimmungsvolle Vorfreude auf dem Markt – Der Dürener Weihnachtsmarkt 2026
Der Countdown läuft: Düren macht sich bereit für die stimmungsvollste Zeit des Jahres! Direkt im Anschluss an das Event „Düren leuchtet“ verwandelt sich der zentrale Marktplatz wieder in ein festliches Lichtermeer. Der Umzug auf den Marktplatz vor zwei Jahren hat sich längst als voller Erfolg bewährt – mit rund 380.000 Besucherinnen und Besuchern hat sich der Dürener Weihnachtsmarkt zu einem echten Magneten für die gesamte Innenstadt entwickelt.
In diesem Jahr zeigt sich der Markt unter dem Motto „Mehr als ein Weihnachtsmarkt“ noch vielfältiger, innovativer und lokaler. Da Düren nicht über eine historische Altstadt-Kulisse wie Aachen oder Merode verfügt, setzt die Stadt bewusst auf ein eigenständiges, selbstbewusstes Konzept mit spektakulären Aufbauten, starkem regionalen Bezug und hoher Aufenthaltsqualität.
Eine echte Neuerung: Öffnung am Totensonntag
Eine der markantesten Veränderungen betrifft die Öffnungszeiten: Erstmals öffnet der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr zusätzlich am Totensonntag ab 18:00 Uhr (bis maximal 22:00 Uhr, für Händler optional). Bürgermeister Frank Peter Ullrich betont dabei die pragmatische Haltung der Stadt und die Anpassung an umliegende Märkte sowie die klare Trennung von Kirche und Staat. Die Entscheidung war erst gestern in der Fraktionsvorsitzendenkonferenz gefallen.
Die offizielle, feierliche Eröffnung findet wie gewohnt am Montag, den 23. November um 17:00 Uhr statt.
Infoblock: Warum öffnen Weihnachtsmärkte erst nach Totensonntag?
Hintergrund & Tradition: Der stille Feiertag
Der Totensonntag (auch Gedenktag für die Entschlafenen genannt) ist im evangelischen Kirchenjahr der letzte Sonntag vor dem 1. Advent. Er ist dem Gedenken an die Verstorbenen gewidmet und gilt im Sonn- und Feiertagsgesetz der Bundesländer als „stiller Feiertag“. An solchen Tagen sind öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen, die dem ernsthaften Charakter des Tages widersprechen, gesetzlich untersagt oder stark eingeschränkt.
Der kirchliche Standpunkt: Aus Sicht der Kirchen markiert der Totensonntag den Abschluss des Kirchenjahres – eine Zeit der Einkehr, der Trauer und des Trostes. Erst mit dem 1. Advent beginnt die christliche Vorbereitungszeit auf die Geburt Jesu Christi (die eigentliche Weihnachtszeit), die von Vorfreude und Festlichkeit geprägt ist. Um den Raum für Gedenken und Besinnung zu schützen, plädieren die Kirchen traditionell dafür, kommerzielle und festliche Märkte erst nach Totensonntag zu öffnen.
Der Dürener Kompromiss: In Düren galt jahrzehntelang eine Absprache zwischen Stadt und Kirchen: Der Markt durfte am Donnerstag vor Totensonntag verhalten anlaufen („leises Öffnen“), blieb am Totensonntag selbst komplett geschlossen und feierte am darauffolgenden Montag seine offizielle Eröffnung. Mit der neuen Regelung ab 18:00 Uhr am Totensonntag geht Düren nun denselben Weg wie viele umliegende Nachbargemeinden.
Die Highlights & Neuheiten 2026
- Die Dürener Adventskalender-Vinothek: Schaustellerfamilie Bügler präsentiert eine edle Anlaufstelle mit ausgesuchten Weinen, Winzer-Glühweinen (auch alkoholfrei), Kinderpunsch und frisch zubereiteten elsässischen Flammkuchen. Das Highlight ist eine große LED-Wand: Hier werden täglich Spendentürchen geöffnet – 18 der 24 Türchen sind bereits für den guten Zweck vermietet! Hierüber hatten wir schon mal berichtet.
- Die Dürener Weihnachtspyramide: Betreiber Frank Roos setzt auf Heimatverbundenheit. Zum Markenzeichen wird dieses Jahr die neue Sammlertasse mit Motiven bekannter Bauwerke aus dem Kreis Düren (u. a. Burg Nideggen, Schloss Merode, Indemann, Rathaus). Wer mag, brennt für die „Heiße Lotte“ oder genießt Champagner-Glühwein.
- Neues Händler-Angebot: Von Handgemachtem im neuen Stickladen über Imkereiprodukte, Schmuck und Liköre bis hin zu kulinarischen Klassikern wie Lángos, Poffertjes und Milchreis ist für jeden Geschmack etwas dabei.
- Eisstockschießen & Lebende Krippe: Die beliebte Eisstockschießbahn bleibt auf dem Marktplatz. Die traditionelle Lebende Krippe schlägt ihre Zelte wieder in stimmungsvoller Atmosphäre am Ahrweilerplatz auf.
Programm & After-Work: Für jeden Tag etwas dabei
Ein kostenloser Programm-Mix sorgt täglich (außer dienstags) für Unterhaltung. Die Live-Auftritte beginnen stets um 19:00 Uhr in voller Konzertlänge (zwei Blöcke à 40–50 Minuten). Zudem locken beliebte Mottotage:
- Mittwochs: „Beats & Bells“ – Das neue After-Work-Format (by Daniel Bein & Kadir Aksoy) bringt jeden Mittwoch entspannte elektronische Sounds und Klassiker auf den Markt. Feierabend-Stimmung bis 21:00 Uhr (mit Rücksicht auf die Anwohner).
- Montags: Glühwein- & Kölsch-Tag
- 6. Dezember: Rotary Club Düren liest von 15:00 bis 17:00 Uhr Kindergeschichten (inkl. Kinderpunsch-Aktion für den guten Zweck).
- 12. Dezember: Das große Weihnachtsquiz mit Daniel Kus.
- 20. Dezember: Mittelalter-Special mit den Kölner Landsknechten und einer Musterung für die kleinen Gäste.
Praktische Infos für Ihren Besuch
- Öffnungszeiten: Täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet, an Totensonntag erst am 18 Uhr. Gastronomie und Händler können bei gutem Besuch spontan bis 22:00 Uhr öffnen.
- Wochenmarkt: Der Wochenmarkt weicht während der Weihnachtsmarkt-Zeit auf den Kaiserplatz aus und kehrt ab dem 5. Januar 2027 auf den Marktplatz zurück.
- Sauberkeit: Für ein rundum angenehmes Erlebnis sorgen zusätzliche Abfallbehälter und ein kontinuierliches Reinigungsteam vor Ort.










Viele Akteure beim Dürener Weihnachtsmarkt