Bei den Kommunalwahlen am vergangenen Sonntag (15.03.) haben die Bürgerinnen und Bürger in zahlreichen französischen Städten und Gemeinden ihre kommunalen Vertretungen neu gewählt – darunter auch in den beiden Dürener Partnerstädten, Cormeilles und Valenciennes.
In der Partnergemeinde Cormeilles konnte sich Amtsinhaber Pascal Cauche bereits im ersten Wahlgang klar durchsetzen. Seine Liste erzielte 88,61 Prozent der Stimmen und sicherte sich damit sämtliche Sitze im Stadtrat. Begünstigt wurde dieses eindeutige Ergebnis durch eine besondere Regelung im französischen Kommunalwahlrecht. Demnach erhält eine Liste, die die absolute Mehrheit erreicht, einen zusätzlichen Sitzbonus. In Cormeilles führte dies dazu, dass die gesamte Mandatsverteilung auf die Liste des Bürgermeisters entfiel.
Deutlich spannender gestaltet sich die Lage in der ältesten Dürener Partnerstadt, in Valenciennes. Dort wird am 22. März eine Stichwahl entscheiden. Im ersten Wahlgang liegt hier Amtsinhaber Laurent Degallaix (Divers droite) mit 28,48 Prozent vorn. Ihm folgen Luce Troadec (Union der Linken) mit 24,83 Prozent sowie Tanneguy Adriencense vom Rassemblement National mit 24,29 Prozent. Auch die Liste von Isabelle Desoil (13,06 Prozent) hat sich für die Stichwahl qualifiziert, sodass es zu einer sogenannten „Quadrangulaire“ mit vier Listen kommt. Die Wahlbeteiligung in Valenciennes lag bei rund 54 Prozent.
Die Kommunalwahl in Valenciennes wurde von der aktuellen Debatte um Amtsinhaber Laurent Degallaix überschattet. Der Bürgermeister, der 2020 bereits im ersten Wahlgang mit 51,02 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden war, muss sich derzeit in Lille vor Gericht verantworten. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr sowie ein fünfjähriges Verbot politischer Betätigung.
Insgesamt gelten die aktuellen Kommunalwahlen in Frankreich landesweit als wichtiger Gradmesser für die politische Stimmung im Land. Erste Tendenzen deuten darauf hin, dass sowohl rechte als auch linke Kräfte zulegen konnten. In vielen Städten werden jedoch erst die Stichwahlen über die künftigen Mehrheiten entscheiden.









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