Nachhaltige Unterstützung durch Zahngold

Zahngold, fleißig gesammelt, kann vielen Kindern und Jugendlichen in der Region helfen. Foto: Stadt Düren


Düren. Die Regionale Initiative Dürener Zahnärzte (RIDZ)hat mit einer ungewöhnlichen Spendenaktion schon seit Jahren sehr viel Gutes für Kinder und Jugendliche in der Region getan. Rund 55 von 90 Zahnärztinnen und Zahnärzten in der Stadt Düren und den Nachbarkommunen machen mit, sammeln das Zahngold, selbstverständlich mit Einverständnis ihrer Patienten, und haben so auch dieses Jahr wieder annähernd drei Kilo auf die Goldwaage bringen können. 30.500 Euro wurden jetzt auf insgesamt 14 Projekte verteilt, viele davon bekannt, einige neu. „Wir versuchen möglichst nahhaltig zu geben und von uns angeschobene Projekte auch weiterhin zu betreuen“, betonte Zahnarzt Dirk Haarmann, ließ aber keinen Zweifel daran, dass das Gold in den Mündern spürbar weniger wird.

Bei der Spendenübergabe wurden die 14 Projekte vorgestellt. „Es ist schön, wenn man sieht und hört, was in Stadt und Kreis Düren geleistet wird“, lobte Liesel Koschorreck, stellvertretende Bürgermeisterin die vorgestellten Programme und ihre Träger. Sie dankte der Zahnarztinitiative für die langjährige Unterstützung solcher Projekte. „Es ist sehr bunt, wir haben versucht, das Geld breit zu streuen“, erklärte Dirk Haarmann.

Zum ersten Mal gefördert wird Horbas, die seit 2002 Präventivkurse gegen sexuelle Gewalt für Jungen und Mädchen durchführen, und mit der Unterstützung Material und Referenten finanzieren wollen.

Die Caritas verwendet die Spende für die dreiwöchige Kinderstadtranderholung in Abenden in den Ferien für 50 Kinder. 

Das Sozialwerk Dürener Christen erhielt Zuwendungen für drei Projekte: Das eine will den Jugendlichen digitale Kompetenzen vermitteln, die sich beruflich nutzen lassen. Ferner wird ein Aufenthaltsraum im Werkstättenbereich als Rückzugsmöglichkeit eingerichtet. Das dritte Projekt des Sozialwerks setzt auf die Kraft der Musik, eine Aktivierungsmaßnahme, und finanziert mit dem Spendengeld Instrumente und Honorarkräfte. 

Das Integrationszentrum gibt seit 23 Jahren Deutschunterricht an verschiedenen Schulen und freut sich über das Geld ebenso wie die Christopherus-Schule und das Bewegungszentrum, das demnächst vom Kreissportbund eröffnet wird und damit verschiedene Geräte anschaffen will.

Das Projekt „Ankommen in Düren“, in welchem Flüchtlinge im Asylverfahren betreut werden, sowie die Familienpaten erhalten durch die RIDZ-Spende Gelegenheit, vom Schulmaterial über Geburtstagsgeschenke und  Fahrradschlösser bis hin zu Computerkursen breitgestreut im Kleinen und Großen helfen zu können.

Die Offenen Ganztagsschulen können mithilfe der Spende Schwimmunterricht für Kinder anbieten. Die Aktion „Dürener Ranzen“ war eines der ersten Projekte, das von RIDZ unterstützt wurde.

„Geld für Kinder und Jugendliche auszugeben, kommt immer an der richtigen Stelle an“, fasste Dirk Haarmann zusammen und stellte weitere Spenden in Aussicht, „solange noch Gold in den Mündern ist.“ Sein ganz spezieller Dank galt den Patientinnen und Patienten, die ihr Zahngold für diese guten Zwecke spenden, und den Zahnarztkolleginnen und –kollegen, die fleißig sammeln.