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Wichtige Hürden für die Modellfabrik Papier im Innovationsquartier Düren genommen

Gruppenfoto vor einer Leinwand mit einer Animation der Modelfabrik PapierWIND.DN


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Düren. Für das erste Gebäude im Innovationsquartier Düren, das Forschungsgebäude der Modellfabrik Papier, wurde nun vom Bauamt der Stadt Düren die Baugenehmigung erteilt, sodass der Baubeginn und die damit einhergehende sichtbare Erneuerung des Bahnhofsquartiers im Herbst erfolgen kann. 

Das Land NRW und die Bezirksregierung Köln haben in der letzten Woche mit einem sog. „Vorzeitigen Maßnahmenbeginn“ grünes Licht gegeben, so dass die EU-weite Ausschreibung für einen Generalunternehmer in Kürze veröffentlicht werden kann.

In den vergangenen Jahren hat das Liegenschaftsteam der Stadt Düren über 40 Grundstücke kaufen können und verfügt nun über mehr als 100.000 qm Fläche im Süden des Bahnhofes zwischen Schoellerbrücke und Josef-Schregel-Straße. Auf diesem innenstadtnahen Areal entsteht im Rahmen des Strukturwandels im Rheinischen Revier in den nächsten Jahren das Innovationsquartier Düren (IQD). Dieses hat die  Wirtschaftsförderungsgesellschaft WIN.DN zusammen mit den verschiedensten Ämtern der Stadt Düren entwickelt. Der durch das Stadtplanungsamt vorangetriebene Bebauungsplan schreibt viele innovative Elemente fest. Hier ist neben dem kalten Nahwärmenetz, die Produktion erneuerbarer Energie mittels Photovoltaik und die Schaffung möglichst großer Regenrückhalteflächen auf den durchgehend begrünten Dächern des Quartiers zu nennen.

Das Forschungsgebäude der Modellfabrik Papier greift diese Elemente auf, nicht zuletzt da mit dem Platin-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) einer der höchsten Standards erreicht werden soll. Das Gebäude wurde gemeinsam mit dem späteren Nutzer, der Modellfabrik Papier gGmbH, und dem renommierten Düsseldorfer Architekturbüro HPP entwickelt. Dies geschah nach spezifischen Anforderungen für die Grundlagenforschung im Bereich energiesparender Papierproduktion. In der Modellfabrik arbeiten 25 Unternehmen der Papierindustrie aus ganz Deutschland mit sieben Forschungseinrichtungen zusammen, hierunter auch regionale Institute von RWTH Aachen, FH Aachen sowie das Forschungszentrum Jülich. Ziel ist es bis 2045 bis zu 80% der notwendigen Energie bei der Papierproduktion einzusparen und noch stärker im Kreislauf zu führen.

„Wir freuen uns die Baugenehmigung erteilen zu können und sind dankbar für die gute Zusammenarbeit der Bezirksregierung und der WIN.DN und der Stadt Düren“, freut sich Bürgermeister Frank Peter Ullrich. „Nach den Kaufverhandlungen, der Fördermittelakquise und der intensiven Projektentwicklung, kann es nun endlich mit dem Forschungsgebäude mit einer Forschungs-, Büro- und Laborfläche von rd. 6.000 qm losgehen“, sagt Dagmar Nietan, Aufsichtsratsvorsitzende der WIN.DN GmbH. 

„Ich freue mich, dass es zum Ende meiner Zeit in Düren mit diesem zentralen Projekt nun losgeht“, so Thomas Hissel, der zum 1. Juni nach Aachen wechselnde Hauptgeschäftsführer der WIN.DN GmbH, erster Beigeordneter und Kämmerer der Stadt Düren: „Mit der Modellfabrik arbeiten wir daran, die Papierproduktion energieeffizienter und klimafreundlicher zu machen haben dadurch eine echte Chance die Wettbewerbsfähigkeit und damit auch die Beschäftigungsfähigkeit dieser wichtigen Industrie nachhaltig zu sichern. Und das ist auch über den Standort hinaus von Bedeutung. Denn nur wenn wir zeigen können, dass Klimaschutz und Industrielle Wertschöpfung zusammengehen, kann der Kohleausstieg ein echtes Vorbildprojekt für andere Länder sein.“

Nach einer Bauzeit von weniger als zwei Jahren, wird die Modellfabrik Papier gGmbH den Neubau beziehen können. Aktuell wurde bereits am Interimsstandort im Forschungszentrum Jülich mit dem Aufbau erster Forschungsmodule begonnen. „Ich freue mich sehr, dass mit der Baugenehmigung der Baubeginn nun in greifbare Nähe rückt. Mit unserem wachsenden Forschungsteam sind wir an unserem Interimsstandort im Forschungszentrum Jülich sehr aktiv und freuen uns schon sehr, mit ersten Ergebnissen und Prototypen in den Neubau einziehen zu können. Mein herzlicher Dank gilt dem gesamten Team der Wirtschaftsförderung und der beteiligten Ämter bei der Stadt Düren, das in enger Kooperation dieses zukunftsweisende Projekt mit viel Nachdruck und Einsatz auf den Weg gebracht hat“, so Peter Bekaert, Geschäftsführer der Modellfabrik Papier gGmbH.

Niels-Christian Schaffert, Technischer Beigeordneter der Stadt Düren, betont das Signal, dass vom nachhaltigen Gebäude der Modellfabrik Papier ausgehen wird: „Das Forschungsgebäude setzt nicht nur für unser Innovationsquartier ein Zeichen, sondern steht für die Zukunft eines nachhaltigen, zirkulären Bauens in der ganzen Stadt.“ Und Winfried Kranz-Pitre beschreibt als Geschäftsführer der WIN.DN sowie der Baugesellschaft IQ.DN das bisherige Erfolgsrezept: „Ein solcher Erfolg ist immer eine Teamleistung von vielen Beteiligten! Seien es die Akteure in Düren und der Region oder die Vertreter*innen beim Land oder der Bezirksregierung, – nur wenn wir weiter gut zusammenarbeiten, kann die Modellfabrik Papier im Strukturwandel zum Erfolg werden!“

Pressetext: WIN.DN