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Zwei neue Informationstafeln zur Dürener Stadtbefestigung

Gruppenfoto vor der Hinweistafel am SpießenturmStadt Düren


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Düren. Die mittelalterlichen Spuren der Stadt Düren sind heute oft erst auf den zweiten Blick erkennbar. Dies zu ändern und darüber hinaus über das geschichtliche Erbe vor Ort zu informieren, ist unter anderem Ziel der Stadtmauer-AG des Stiftischen Gymnasiums unter der Leitung von Dr. Achim Jaeger.

Jetzt konnten auf Initiative der Arbeitsgruppe hin an der Stürtzstraße sowie an der Wallstra-ße zwei weitere Informationstafeln zur historischen Dürener Stadtbefestigungsanlage angebracht werden. Die Tafeln, in deutscher und englischer Sprache verfasst, geben Auskunft über den Spießenturm („Graue Mütz“) sowie über den relativ gut erhaltenen Stadtmauerrest in der Wallstraße, nahe des Papiermuseums.

Bei der offiziellen Vorstellung des Projektes hob Bürgermeister Frank Peter Ullrich das be-sondere Engagement der Stadtmauer-AG für den Denkmalschutz sowie den großen Nutzen der Tafeln hervor: „Diese Tafeln sind ein echter Gewinn für Düren. Sie machen unsere Ge-schichte im Stadtbild sichtbar und laden Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste dazu ein, die mittelalterlichen Wurzeln unserer Stadt neu zu entdecken“, so der Bürgermeister. Er dankte insbesondere den beim Termin anwesenden Lena Brauers und Matti Hinz als Vertreter der AG sowie Sandra Pinhammer und Dr. Achim Jaeger als begleitende Lehrerin und Lehrer für die Initiative und Umsetzung.

Bereits im Jahr 2025 wurden zwei Informationstafeln, damals am Dicken Turm und am Grönjansturm auf dem Schulgelände des Stiftischen Gymnasiums, installiert. Ebenso wie die-se entstanden auch die neuen Tafeln in enger Zusammenarbeit mit dem LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, dem Stadtmuseum Düren, dem Stadt- und Kreisarchiv Düren sowie der Unteren Denkmalbehörde. Einen Teil des Preisgeldes, das die Stadtmauer-AG im Jahr 2023 in Verbindung mit dem Heimat-Preis der Stadt Düren erhalten hatte, sowie Fördermittel des Landes NRW und eine Spende des Lions Clubs Düren ermöglichten es nun, die beiden neuen Tafeln herstellen zu lassen. Diese machen einige Details über die Ge-schichte der unter Denkmalschutz stehenden Denkmäler bekannt.

Dr. Achim Jaeger dankte allen Projektbeteiligten für die fruchtbare Zusammenarbeit und besonders der Präsidentin des Lions Clubs Düren, Dr. Erika Kim, für die großzügige Spende: „Die Stadtmauer ist das älteste profane Baudenkmal, das an die mittelalterliche Stadt Düren erinnert. Der Stellenwert der historischen Befestigungsanlage kann durch die ansprechenden neuen Tafeln nun bewusster wahrgenommen werden.“

Mit den neuen Tafeln ist die Stadtbefestigung nun nicht mehr nur ein stummes Denkmal aus Stein, sondern ein lebendiger Teil der Dürener Stadtführung, der zum Innehalten und Entdecken einlädt.