Düren. Die Entschlammungsarbeiten an den Teichanlagen von Gut Weyern kommen sehr gut voran. Rund fünf Wochen nach dem Start der Arbeiten Ende August liegt die Maßnahme voll im Zeitplan. Die günstigen klimatischen Bedingungen bisher im September und Oktober tragen hierzu bei.
Bei einem Ortstermin machten sich Bürgermeister Frank Peter Ullrich und der Technische Beigeordnete der Stadt Düren, Niels-Christian Schaffert, gemeinsam mit den Projektbeteiligten ein Bild vom aktuellen Stand. „Das sind gute Nachrichten. Nach der Amphibiensaison konnten wir mit den Arbeiten beginnen, und jetzt sehen wir, dass es mit großen Schritten vorangeht“, sagte Bürgermeister Frank Peter Ullrich. „Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, geben wir vielen Dürenerinnen und Dürenern hier ein wertvolles Stück Natur .“
Die Entschlammung ist notwendig, weil sich über viele Jahre Sedimente auf dem Grund der Teiche abgelagert haben. Wiederkehrende Trockenperioden bewirkten ein nahezu vollständiges Verlanden des Gewässers. Dadurch war die Wasserführung und die Funktion als Lebensraum erheblich beeinträchtigt.
Die laufenden Arbeiten sind ein zentraler Bestandteil der umfassenden ökologischen Aufwertung der Teichanlage Gut Weyern. Ziel ist es, wieder ein ausreichendes Wasservolumen herzustellen und die ökologische Funktionsfähigkeit der Teiche langfristig zu sichern. Nach Abschluss der Entschlammung sollen ab 2027 weitere Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung der Uferbereiche folgen.
„Mit dieser Maßnahme stärken wir nicht nur die ökologische Qualität der Teichanlage. Wir geben den Menschen zugleich ein wichtiges Stück Naherholung „, betonte der Technische Beigeordnete der Stadt Düren, Niels-Christian Schaffert. „Umso erfreulicher ist es, dass die Arbeiten so gut vorankommen und wir voll im Zeitplan liegen.“
Für die Entschlammung wird unter anderem ein Amphibienfahrzeug mit Unterwasser-Schneidkopf und Absaugung eingesetzt. Anders als bei einem konventionellen Verfahren müssen die Teiche dafür nicht vollständig abgelassen und anschließend mit schwerem Gerät ausgebaggert werden. Der Eingriff in die Natur und Landschaft kann so möglichst schonend erfolgen. Die entnommenen Sedimente werden entwässert, entsprechend ihrer Zusammensetzung behandelt und anschließend fachgerecht verwertet beziehungsweise entsorgt.
Der Schutz der vorhandenen Natur spielt während der gesamten Maßnahme eine zentrale Rolle. Die Arbeiten werden deshalb durch eine externe ökologische Baubegleitung fachlich begleitet und überwacht. „Wir schauen sehr genau hin, was wir vor Ort erhalten können“, erklärte Benjamin Raßmanns, Abteilungsleiter Umwelt im Amt für Stadtentwicklung der Stadt Düren. „So bleiben zum Beispiel größere umgestürzte Bäume teilweise bewusst im Teich oder am Teichufer. Solche Strukturen sind wertvoll für die Tierwelt und gehören zu einem naturnahen Gewässer dazu.“
Die ausführende Firma Vebiro arbeitet dabei eng mit der Stadt und den weiteren Projektbeteiligten zusammen. „Die Arbeiten sind technisch anspruchsvoll. Mit unseren multifunktionalen Arbeitsgeräten können wir auf die jeweiligen Anforderungen vor Ort reagieren“, erläuterte der Geschäftsführer des ausführenden Unternehmens, Joachim Beiler. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Dürener Service Betrieb und allen Beteiligten funktioniert sehr gut. Das ist ein wichtiger Grund dafür, dass die Arbeiten so gut vorankommen.“
Die ökologische Aufwertung der Teichanlage an Gut Weyern wird vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen des Aktionsprogramms „Natürlicher Klimaschutz“ mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert. Die Förderquote liegt bei etwa 80 Prozent.
Für die Dauer der Arbeiten bleiben der Waldparkplatz an Gut Weyern sowie ein Teil des Weges „Am Fuchsberg“ gesperrt. Eine ausgeschilderte Umleitung führt über den Grünen Weg nördlich der Teichanlage.
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