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Geschichte vor der Haustür

Haus 5 der LVR-Klinik


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Geschichte ist besonders spannend, wenn sie direkt vor der eigenen Haustür stattgefunden hat. Der Dürener Geschichtsverein (DGV) lädt in den kommenden Monaten zu mehreren Veranstaltungen ein, die ganz unterschiedliche Kapitel der Dürener und regionalen Geschichte beleuchten. Auf dem Programm stehen zwei Vorträge, eine Ausstellung zum Luftkrieg und eine gemeinsame Exkursion nach Bonn.

Über „Haus 5 – Das ehemalige Bewahrungshaus der LVR-Klinik Düren“ spricht am Montag, 2. November, um 18 Uhr im Haus der Stadt (Foyer) Thomas Hax-Schoppenhorst. Das zwischen 1897 und 1900 errichtete Gebäude auf dem Gelände der LVR-Klinik war das erste sogenannte Bewahrungshaus im Rheinland. Hohe Mauern, vergitterte Fenster und die massive Bauweise zeugen noch heute von den damaligen Vorstellungen psychiatrischer Behandlung. Hax-Schoppenhorst, Pädagoge und Autor, stellt die Geschichte und Architektur des denkmalgeschützten Gebäudes vor und zeigt, wie sehr sich der Umgang mit psychischen Erkrankungen seitdem verändert hat.

Vom 9. bis 20. November ist im Foyer des Rathauses Düren die Ausstellung „Was vom Luftkrieg übrig bleibt“ zu sehen. Die von der Arbeitsgemeinschaft Luftkriegsgeschichte Rhein/Mosel e.V. kuratierte Schau zeigt originale Trümmerteile von im Dürener Raum abgestürzten Flugzeugen des Zweiten Weltkriegs. Auch Luftaufnahmen des zerstörten Dürens gehören dazu. Sie möchte die Auswirkungen und Hintergründe des Luftkriegs sichtbar machen und zu einer kritischen Erinnerungskultur beitragen. Die Ausstellung findet in Kooperation mit der Dürener Volkshochschule statt. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr, donnerstags zusätzlich 14 bis 17 Uhr.

Am Montag, 14. Dezember, geht es Haus der Stadt weit zurück in die Vergangenheit (ab 18 Uhr). Dr. Patrick Schillberg spricht über „Die Heidenburg und der römische Vicus Marcodurum“. Im Mittelpunkt stehen die Überreste eines gallo-römischen Umgangstempels in Mariaweiler-Hoven und die Frage, wo der von Tacitus erwähnte römische Vicus Marcodurum gelegen haben könnte. Münzen, Fibeln und andere archäologische Funde liefern dazu interessante Hinweise.

Traditionell bietet der Geschichtsverein zum Jahresende eine Exkursion an. Am Dienstag, 8. Dezember, geht es nach Bonn ins Haus der Geschichte. Anschließend steht ein Besuch des Weihnachtsmarktes auf dem Programm.

Auch für das erste Halbjahr 2027 hat der Dürener Geschichtsverein bereits Termine festgelegt: 1. März, 5. April, 24. Mai und 7. Juni, jeweils montags um 18 Uhr im Foyer des Hauses der Stadt (Einzelheiten folgen).

Der Eintritt zu den Veranstaltungen im Haus der Stadt ist kostenlos. Weitere Informationen: kontakt@duerener-geschichtsverein.de.