Am Freitagmittag (24.07.2026) kontrollierte der Verkehrsdienst der Polizei Düren gegen 11:00 Uhr auf der Bismarckstraße einen Lkw, der diverse Mängel aufwies. Das betreffende Unternehmen war erst im März dieses Jahres wegen eines ähnlich desolaten Fahrzeugs aufgefallen und das nun kontrollierte Fahrzeug diente der Firma als Ersatz für den bereits im März aus dem Verkehr gezogenen Lkw.
Anlass für die Beamten, den Lastkraftwagen zu kontrollieren, war eine gerissene Windschutzscheibe. Vor Ort offenbarte sich jedoch schnell ein gefährlicher Pfusch: Der Stabilisator der Hinterachse war abgerissen und lediglich provisorisch mit einem Band hochgebunden worden, um das Fahrzeug weiter betreiben zu können. Ein gravierender Mangel, der die Fahrstabilität massiv beeinträchtigt.
Zur genauen Begutachtung wurde der Lkw umgehend zu einer Prüfstelle des TÜV vorgeführt. Dort stellte sich heraus, dass die Feststellbremse vollkommen ohne Funktion war und der Fahrzeugrahmen an mehreren Stellen tiefgreifend durchgerostet war. Zudem wurde ein massiver Motorölverlust festgestellt.
Das Ergebnis der Prüfingenieure war, dass das Fahrzeug eindeutig verkehrsunsicher ist. Dass dieselbe Firma nun schon zum zweiten Mal mit einem Lkw in derart schlechtem Zustand angetroffen wurde – und es sich diesmal ausgerechnet um das Ersatzfahrzeug handelte -, wiegt besonders schwer.
Aufgrund der Feststellungen steht der Verdacht der vorsätzlichen Inbetriebnahme eines verkehrsunsicheren Fahrzeugs im Raum. Gegen den Fahrer sowie den Halter der Firma wurden entsprechende Verfahren eingeleitet. Dem Fahrzeugführer wurde mit sofortiger Wirkung die Weiterfahrt untersagt und die HU-Plakette wurde noch vor Ort vom Kennzeichen entfernt.





Symbolbild Polizei Düren (Foto: