An vielen öffentlichen Orten in Düren kann man heute schon kostenloses WLAN nutzen. Die Stadt könnte diese freien Zugänge zum Internet jetzt noch intensivieren. Bei der Sitzung des Stadtrats steht am 20. Mai eine Entscheidung bevor. Es geht um eine Fördermitgliedschaft in der Fördervereinigung für freie Netzwerke in der Region Aachen, besser bekannt als Freifunk.
Dezentrales Netzwerk von engagierten Menschen
Freifunk wird von Bürgerinnen und Bürgern betrieben, die sich dafür ehrenamtlich engagieren, und größtenteils über Spenden finanziert. Es funktioniert über miteinander vernetzte WLAN-Router, ein sogenanntes Mesh-Netzwerk. So ist eine Versorgung ohne zentrale Steuerung möglich. Der Verein bietet Kommunen die Möglichkeit, öffentliches Internetzugänge datenschutzkonform und relativ kostengünstig bereitzustellen.
Rund 30 Standorte in Düren
Aktuell nutzt die Stadt Düren bereits an rund 30 Standorten den Freifunk. Dazu gehören die Verwaltungsgebäude, aber auch kulturelle Einrichtungen wie Schloss Burgau, das Papiermuseum und die Volkshochschule. Außerdem werden Zugänge am Abenteuerspielplatz sowie an Jugendtreffs und Bürgerhäusern angeboten. Auch Obdachlosen- und Flüchtlingseinrichtungen werden versorgt. Der Verein Freifunk Düren bietet eine Karte mit Standorten.
1.000 Euro pro Jahr zur Förderung
Für die Einrichtung von Freifunk müssen lediglich die Hardware (Router, Access Points) und eventuell ein separater Internetanschluss bezahlt werden. Die Fördermitgliedschaft des Vereins wird ab 250 € pro Jahr angeboten. Die Beschlussvorlage für den Stadtrat sieht vor, dass die Stadt Düren jährlich 1.000 € an den Förderverein zahlen soll, um den Freifunk intensiv nutzen zu können. Die Mitgliedschaft ist jährlich kündbar.








Freifunk Standorte in Düren (Foto: