Hoch soll er leben: Erstes Spiel für Düren, für das er kurzfristig angereist war, zum ersten Mal MVP: Mischa Kosyak. Foto: powervolleys
Die SWD powervolleys Düren fahren die ersten Punkte in der Volleyball Bundesliga ein. Glatt mit 3:0 gewinnen sie die Auftaktpartie beim Aufsteiger TV Rottenburg. 25:9, 25:15, 25:21 lauteten die Satzergebnisse des Auswärtsspiels. „Wir haben heute sehr erwachsen gespielt und nur sehr wenig Fehler gemacht“, sagte Trainer Christophe Achten. Das führte gegen Gegner, der mehr Fehler produzierte, bald zu schnellen Vorsprüngen.
Mischa Kosyak jubelt gleich doppelt
Entsprechend nutzte Christophe Achten die Überlegenheit, um vielen Spielern Einsatzzeiten zu geben. So konnten alle Neuzugänge gleich im ersten Spiel ihr Debüt im Dürener Trikot feiern. Für sieben von ihnen war es zeitgleich eine Premiere in der Volleyball Bundesliga. Zu der war etwas plötzlich auch der junge Libero Mischa Kosyak gekommen. Der 17-Jährige, der mit einem Doppelspielrecht ausgestattet ist und für Düren und den VC Olympia Berlin starten darf, erhielt nach der Verletzung von Libero Troy Gooch am Sonntag beim Ligacup die Anfrage aus Düren, kurzfristig aus Berlin anzureisen. Im ersten Satz wechselte er sich noch mit Troy Gooch ab, danach erhielt er von Christophe Achten das komplette Vertrauen und zahlte das zurück. Und zwar derart, dass die Zuschauer ihn in seinem ersten Bundesliga-Spiel überhaupt direkt mit der Auszeichnung zum wertvollsten Spieler belohnten. „Er hat sein großes Potenzial direkt in seinem ersten Bundesliga-Spiel gezeigt“, lobte der Trainer. Und dann hatte Mischa Kosyak gleich noch doppelten Grund zur Freude. Denn wenig später hatte sein anderes Team, der VC Olympia Berlin, direkt im zweiten Spiel der neuen Saison für die erste große Überraschung gesorgt. Das Nachwuchsteam gewann sein Heimspiel gegen die FT Freiburg glatt mit 3:0.
Viele gelungene Premieren
Auch die anderen Dürener Premieren verliefen erfolgreich: Zuspieler Robert Viiber und Mittelblocker Daniel Wetter blockten stark in Satz eins, der eigentlich schon nach wenigen Minuten entschieden war. Düren verurteilte Rottenburg dann auch zur Höchststrafe: Keine zehn Punkte. In Satz zwei sorgte der nächste Dürener Debütant für die frühe Entscheidung: Der erst 18-jährige Andres Jefanov servierte zwei Asse, Düren war 11:5 vorne und zog durch. Kurzeinsätze gab es für Zuspieler Tobias Hoch und Außenangreifer Paul Nusterer.
Länger auf dem Feld bleiben durfte Omar Hoyos. Das machte sich im dritten Satz bezahlt, als Rottenburg fehlerfreier und mutiger wurde. Zunächst hatte Prenslav Petkov als letzter Neuzugang gepunktet, indem er kurz nach seiner Einwechslung zum 4:1 blockte. Dann wurde der TVR mutiger und belohnte sich mit dem Ausgleich zum 14:14. Mehr ließen die SWD powervolleys nicht zu. „Wir haben eine Auszeit genommen und gesagt, dass wir jetzt den Aufschlagdruck etwas erhöhen“, blickte der Trainer zurück. Omar Hoyos setzte das sofort um. Mit seinen ersten beiden Aufschlägen bereitete er Dürener Punkte vor. Mischa Kosyak verteidigte stark und Andres Jefanov vollstreckte zum 16:14. Robert Viiber legte im Block zum 17:14 nach. Und dann punktete Omar Hoyos direkt: Zwei Asse des Mannes aus Puerto Rico zum 19:14 bedeuteten die Entscheidung.



