In vielen Sporthallen findet morgens und mittags der Sportunterricht der Schulen statt, bevor sie nachmittags oder abends oft von Vereinen genutzt werden. Allerdings beschränkt sich diese Doppelnutzung bisher auf den Betrieb von Montag bis Freitag. Die Grünen im Stadtrat wollen das ändern und fordern in einem Antrag für die Ratssitzung am heutigen Mittwoch (20. März), dass die Vereine auch samstags einen Zugang erhalten sollen.
Mehr Angebote und mehr Bewegung
Die Fraktion begründet den Wunsch, die Doppelnutzung zu erweitern, mit dem immer größeren Bewegungsmangel in der Bevölkerung. Die Vereine hätten dann mehr Zeit für ihre sportlichen Angebote und könnten auch Menschen erreichen, die montags bis freitags keine Zeit für Sport haben. Sie bräuchten dafür keine eigenen Anlagen zu errichten, was außerdem Ressourcen spart.
Hausmeister müssten für die zusätzliche Öffnung am Samstag nicht unbedingt anwesend sein, da die Schließanlagen auf dem Gelände üblicherweise einen separaten Zugang zur Sporthalle unabhängig vom Schulgebäude ermöglichen. Auch Reinigungspersonal sei am Wochenende nicht nötig, da auch an den anderen Wochentag nach der Nutzung durch die Vereine nicht nochmal geputzt wird. Falls Vereine sich nicht an die Vorgabe halten, die Halle in ordnungsgemäßem Zustand zu verlassen, könnten sie von der Nutzung ausgeschlossen werden.
Erst in vier Hallen und später auch in den Ferien?
Für die geplante Doppelnutzung am Samstag sollen laut Antrag der Grünen zunächst die vier am besten geeigneten Sporthallen ausgewählt werden, am besten jeweils eine im Norden, Süden, Osten und Westen des Stadtgebiets.
Die Partei denkt auch noch einen Schritt weiter. Wenn die Erweiterung der Nutzungszeiten funktioniert, sollen die Sporthallen auch während der Schulferien geöffnet werden. Vor allem für Vereine, die an Wettbewerben teilnehmen, ist es bisher schwierig, während der Sommerferien sechs Wochen ohne Training zu haben.









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