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WVER: Klärschlamm-Monoverbrennung nimmt Gestalt an: Massivbau steht, Anlagenausbau beginnt

WVER: Klärschlamm-Monoverbrennung nimmt Gestalt an: Massivbau steht, Anlagenausbau beginnt


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  • Partner Erftverband, Wasserverband Eifel-Rur und RWE Power besichtigen Baustelle
  • Fertigstellung der Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage für das Jahr 2028 vorgesehen
  • Zusammenarbeit sichert die Entsorgung und Verwertung der Schlämme langfristig

Die Bauarbeiten für die Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage der Klärschlamm-Verwertung Rheinland GmbH (KVR) in Hürth-Knapsack machen sichtbare Fortschritte: Der Massivbau der Ofenhalle ist abgeschlossen, der Anlagenbau hat begonnen, die ersten Bauteile vom Ofen für die Wirbelschichtverbrennung und des Kessels wurden bereits montiert.

„Die Arbeiten gehen sichtbar voran und wir sind auf Kurs. Die Fertigstellung der Anlage ist für das Jahr 2028 vorgesehen“, betonten die KVR-Geschäftsführer Stefan Ruchay und Peter Lindemann bei einer Baustellenbesichtigung am 19. Mai 2026 mit dem Hürther Bürgermeister Dirk Breuer sowie Vertreterinnen und Vertretern der Aufsichtsgremien und Vorstände von Erftverband, Wasserverband Eifel-Rur (WVER) und RWE Power. Die drei Partner haben 2024 das Tochterunternehmen KVR gegründet, um die Klärschlamm-Verwertungsanlage gemeinsam zu bauen und zu betreiben.

Der Erftverband und der Wasserverband Eifel-Rur sichern damit die Entsorgung des Klärschlamms aus ihren Kläranlagen langfristig ab: Ab 2029 werden die beiden Wasserverbände jährlich bis zu 148.000 Tonnen entwässerten Klärschlamm nach Hürth-Knapsack liefern. RWE Power übernimmt die Logistik für den verbleibenden Anteil bis zur Anlagenkapazität von 180.000 Tonnen. Der Schlamm wird in der entstehenden Anlage der KVR thermisch verwertet – als Vorstufe zur ab 2029 gesetzlich geforderten Phosphor-Recycling-Pflicht.

Weitere Baufortschritte in diesem Jahr

Weitere Baufortschritte sind für dieses Jahr vorgesehen: Bis zum Sommer soll der Klärschlammbunker – der Zwischenspeicher vor der eigentlichen Verbrennungsanlage – fertiggestellt sein. Im Herbst ist der Einhub der beiden Trockner geplant. Die Trockner senken den Wassergehalt des mechanisch entwässerten Klärschlamms auf etwa 60 Prozent und zählen – wie Ofen und Dampferzeuger – zu den Herzstücken der Verbrennungsanlage.

Erftverbandsvorstand Prof. Heinrich Schäfer: „Eine nachhaltige Wasserwirtschaft braucht verlässliche Entsorgung und Ressourcenschonung. Die Monoverbrennung schafft die Voraussetzung, Phosphor ab 2029 gezielt zurückzugewinnen – ein wichtiger Schritt im Interesse unserer Verbandsmitglieder.“

WVER-Vorstand Joachim Reichert: „Mit der gemeinsamen Anlage setzen wir die Vorgaben der Klärschlammverordnung um und schaffen Planungssicherheit. Das Projekt verbindet Umweltziele mit einer langfristig wirtschaftlichen Lösung für die Menschen in der Region.“

Dr. Lars Kulik, Vorstandsmitglied RWE Power: „Der Bau der neuen Anlagen und die Partnerschaft mit den Wasserverbänden sind wichtige Schritte für die Zukunft des Knapsacker Hügels nach dem Kohleausstieg. Künftig wird der Schwerpunkt auf Kreislaufwirtschaft, Entsorgungssicherheit und nachhaltiger Energieerzeugung liegen.“

Hintergrund:

Erftverband und Wasserverband Eifel-Rur sind bereits heute wichtige Partner von RWE Power. Beide Verbände betreiben insgesamt über mehr als 70 Kläranlagen in den Einzugsgebieten von Rur und Erft. In dieser Region, die eine Fläche von rund 3.900 km² umfasst, wird von beiden Verbänden das Abwasser von etwa 1,85 Millionen Menschen sowie aus Gewerbe und Industrie behandelt. Der Klärschlamm wird derzeit in Hürther Kraftwerken mitverbrannt. Der Energieträger Braunkohle, der bei der Mitverbrennung die erforderliche Heizenergie liefert, entfällt im Zuge des gesetzlichen Kohleausstiegs ab 2030. RWE Power stellt daher rechtzeitig von der Mitverbrennung auf die CO2-neutrale Monoverbrennung der Biomasse um und baut zwei Linien für die Klärschlamm-Monoverbrennung, die 2027 bzw. 2028 fertiggestellt werden sollen. Die erste Linie wird von RWE Power selbst, die zweite Linie als Anlage der KVR betrieben. Zwei weitere Linien am Standort sind genehmigt und können bei Bedarf realisiert werden. Die Überschussenergie der Anlage soll als grüne Wärme an benachbarte Industriepartner und die Stadtwerke Hürth geliefert werden.

Bildrechte für die dieser Pressemitteilung beiliegenden Bilder: KVR GmbH / Klaus Görgen