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Bekommt der Grüngürtel ein grünes Ortsschild?

Ortsschild Grünguertel Düren (Fotomontage) (Foto: Frank Reiermann)


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Der Grüngürtel im Nordosten der Stadt Düren existiert mittlerweile seit mehr als 100 Jahren. Die Siedlung ist jedem in Düren unter diesem Namen bekannt und hat ihre eigene Identität entwickelt. Deshalb soll der Name nun auch mit einem eigenen Schild gewürdigt werden. Das geht jedenfalls aus einem Antrag hervor, der am Donnerstag, 2. Juli im Bürgerausschuss behandelt wird.

Identität sichtbar machen

Im Antrag wird auf die Geschichte der Siedlung verwiesen. Sie entstand im Zuge der zunehmenden Industrialisierung um 1900, um den Arbeitern aus der Industrie ein neues Wohngebiet zu geben. Erste Häuser wurden schon vor dem Ersten Weltkrieg gebaut und ab 1925 kam neuer Schwung in die Planungen, die vom Stadtbaurat Heinrich Dauer vorangetrieben wurden. Da der Grüngürtel im Gegensatz zur Innenstadt die Bombardierung im Zweiten Weltkrieg überstand, blieb seine charakteristische Architektur erhalten. Das führte dazu, dass sich die dort lebenden Menschen mit dem Grüngürtel identifizieren und die Bezeichnung auch bei Vereinen oder Initiativen präsent ist.

Um das sichtbar zu machen, wird mit dem Antrag um die Aufstellung eines Ortsteilschilds gebeten. Als mögliche Standorte für die Schilder gelten die Firma Krafft-Walzen an der Brückenstraße, der Imbiss an der Distelrather Straße, das Anna-Schoeller-Haus an der Roonstraße und die Ecke Merzenicher Straße / Yorckstraße

Wohl eher ein grünes als ein gelbes oder braunes Schild

Die Frage der Beschilderung ist jedoch kompliziert und wird zum Farbenspiel. Im Antrag wird ein Ortsteilschild gebeten. Dabei handelt es sich um das typische gelbe Schild mit dem Namen des Ortes oder Ortsteils, amtlich als Verkehrszeichen 310 bezeichnet. So ein Schild ist für den Grüngürtel nicht möglich, da er kein offizieller Stadtteil von Düren ist und demnach keinen amtlichen Namen hat.

Eine Alternative wäre das Zeichen 386.1. Dabei handelt es sich um einen touristischen Hinweis. Die braunen Schilder, die auf Sehenswürdigkeiten hinweisen, kennt man hauptsächlich von der Autobahn. Diese Schilder dürfen aber nur sparsam eingesetzt werden und außerdem müssen mehrere Behörden beteiligt werden.

Als Favorit gilt laut einer Stellungnahme zum Bürgerantrag deshalb eine Ortshinweistafel (Zeichen 385). Die grüne Tafel mit gelber Schrift dient der Orientierung, „wenn der Name der Ortschaft nicht bereits aus der Wegweisung ersichtlich ist“.

Das Tiefbau-Amt, das die Stellungname verfasst hat, verweist dabei auf die parallelen zwischen Name und Farbe: „Für den Grüngürtel, der das „Grün“ bereits im Namen trägt, könnte eine grüne Tafel besser passen.“