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Ehemaliger Friedhof in Embken blüht auf

Artenreiche Grabgestaltung auf dem alten Friedhof Embken

Foto: Biologische Station


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Manch einer hat sich vielleicht gewundert, nach welchen Plänen der ehemalige Friedhof in Nideggen-Embken seit der Umwidmung gepflegt und gestaltet wird.

Noch befinden sich vereinzelte Grabflächen auf dem Gelände – einige zeigen, dass Angehörige regelmäßig vorbeischauen und den Verstorbenen mit neuen Blumen gedenken. Andere Grabflächen haben niemanden mehr, der sie pflegt und wurden nach und nach von der Natur zurückerobert.

Dies brachte den Ortsvorsteher Heinrich Esser und die Projektmitarbeiterin Sarah-Maria Hartmann der Biologischen Station im Kreis Düren e.V. auf die Idee aus dem Friedhof eine artenreiche Ruheoase zu schaffen, die von Menschen und Tieren gleichsam als Rückzugsort genutzt werden kann und wo auch der Gedenkort Friedhof noch seine Berechtigung findet. Bei der genauen Gestaltung wurden interessierte Bürger*innen, sowie die Eigentümer*innen der Fläche (die Kirchengemeinde und die Stadt Nideggen) von Beginn an eingebunden und sollen auch künftig in die Planung und Umsetzung werden.

In der Mitte befindet sich eine Wilde Wiese, die durch eine angepasste Mahd in den nächsten Jahren zu einer Wildblumenwiese entwickelt wird. Rundherum führt ein gemähter Weg entlang der Friedhofsmauer und dem Kreuzweg. Nach und nach sollen von der Grabgestaltung durchgewachsene Nadelgehölze und Lebensbäume durch Beerengehölze und Obstbäume ersetzt werden. Die Vision in die Zukunft sieht auch eine Liegebank vor, auf der man das Treiben der Natur genießen kann. Grabsteine sollen zum Gedenken an den möglichen Stellen, ohne jemanden zu gefährden, erhalten bleiben. Einige Gräber eignen sich dazu neuer Lebensraum für bodenbewohnenden Wildbienen zu werden. Auch der Plan ein neues Insektenhotel aufzustellen, welches von den Messdienern gebaut werden soll, ist bereits einen Schritt weiter. Weitere Module, wie Totholz, Steinmauern, Steinhaufen und Wasserstellen sollen neuen Lebensraum für die Tierwelt bieten.

Übrigens: an jedem ersten Samstag im Monat können Freiwillige den Ortsvorsteher Heinrich Esser bei der Pflege der öffentlichen Beete in Embken unterstützen. Mit diesen Aktionen kann sich jeder in seinen eigenen Lebensraum einbringen und diesen mitgestalten.

Quelle: Biologische Station