Die Dürener Politik ist schon seit einigen Jahren damit beschäftigt, den bisher als unattraktiv wahrgenommenen Stadteil nördlich des Bahnhofs aufzuwerten und zu modernisieren. Nun soll die Förderung entsprechender Maßnahmen bei den Immobilien in Nord-Düren ausgeweitet werden. Im Bezirksausschuss steht am nächsten Mittwoch (1. Juli) eine Entscheidung über das kommunale Modernisierungsförderungsprogramm an, das auch private Investitionen unterstützt.
Bis zu 15.000 € pro Immobilie
Der Vorteil des neuen Programms mit dem langen Namen ist, dass durch dieses kommunale Programm auch private Modernisierungen und Umbauten finanziell unterstützt werden kann. Entsprechende Erfahrungen hat die Stadt schon beim Masterplan Innenstadt gesammelt. Vorgesehen ist, dass maximal 50% der als zuwendungsfähig anerkannten Investionen gefördert werden. Pro Immobilie ergibt sich ein Höchstbetrag von 10.000 €. In Ausnahmefällen, für die eine besondere städtebauliche Bedeutung festgestellt wird, können es bis zu 15.000 € sein.
Mehr Wohnraum, weniger Leerstand
Die Maßnahmen verfolgen zwei Ziele. Erstens soll mehr Wohnraum geschaffen werden. Das kann durch Aufstockungen und Lückenschließungen, aber auch durch Nutzung des Dachraums geschehen. Vorhandener Wohnraum soll saniert und modernisiert werden, wobei der Erhalt der historischen Substanz eine wichtige Rolle spielt. Grundriss können an zeitgemäße Standards angepasst werden. Das zweite große Ziel ist die Reduzierung des Leerstands bei Ladenlokalen. Hier geht es vor allem um Räumlichkeiten, die seit langer Zeit leerstehen und durch ihre Struktur nur schwierig zu reaktivieren sind.
Gültig für das Sanierungsgebiet
Das neue kommunale Modernisierungsprogramm gilt für das bereits bekannte Sanierungsgebiet Nord-Düren. Der betreffende Bereich war bereits 2022 festgelegt worden. Er liegt zwischen der Veldener Straße, Meckerstraße und Eisenbahnstraße. Damals erhielt die Stadt Fördergelder der Bezirksregierung, die die Maßnahmen der vergangenen vier Jahre abdeckten. Mit dem Geld wurden einige sogenannte Problemimmobilien umgebaut.
Maßnahmen für Kunst und Sauberkeit
In den vergangenen Jahren gab es auch andere Aktionen, um Nord-Düren attraktiver zu machen. So wurde 2024 der neu gestaltete Karadeniz-Ereğli-Platz mitten im Stadtteil vorgestellt, wo es auch Kunstprojekte gab. Erst am vergangenen Wochenende erhielt bei einer Aktion von Graffiti-Künstlern die bisher eher düstere Ottensgasse neue Farben. Dort waren vor einem Jahr verfallene Gebäude abgerissen worden. Außerdem war eine Sauberkeitskampagne im März 2026 erfolgreich.







Amtsblatt-2022-29 Seite 14 / Stadt Düren Sanierungsgebiet-Düren