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Daseinsvorsorge: Nur zwei Kommunen im Kreis Düren schlecht bewertet

Kreiskarte-Daseinsvorsorge (Foto: Frank Reiermann)


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Wie zufrieden sind die Menschen in ihrer Heimat? Haben sie guten Zugang zu Ärzten und Schulen? Ist der ÖPNV gut ausgebaut? Gibt es schnelles Internet und gute Freizeitangebote? Auf diese Fragen liefert eine aktuelle Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft. Das Institut hat für den IW-Gemeindecheck alle 10.817 Gemeinden in Deutschland ausgewertet. Die Kommunen im Kreis Düren werden dabei überwiegend gut bewertet, was auch dazu passt, dass NRW als Bundesland führend ist. Nur zwei Gemeinden im Kreis Düren fallen in die zweitschlechteste Einstufung.

Stadt Düren top, sieben Mal höchste Einstufung im Kreis

Von den Kommunen in unserem Kreisgebiet schneidet die Stadt Düren am besten ab. Sie erreicht den 147. Platz in der Gesamtwertung. Dabei profitiert sie vor allem von der guten Gesundheitsversorgung (Rang 57) und den vielfältigen Freizeitangeboten (Rang 190). Sechs weitere Kommunen werden im Ranking des IW ebenfalls noch als sehr gut bewertet. Das sind Merzenich, Aldenhoven, Langerwehe, Jülich, Kreuzau und Niederzier.

Inden und Linnich werden als gut bewertet. Nörvenich, Titz, Vettweiß und Heimbach erhalten immerhin noch die mittlere Einstufung. Nideggen und Heimbach sind laut dem Gemeindecheck hingegen die Sorgenkinder im Kreis Düren und werden als schlecht eingestuft. Bei Bildung und Mobilität ist ihre Platzierung sogar noch schwächer als in der Gesamtwertung.

Übersicht der Bewertung für den Kreis Düren

KommuneGesamt-wertungEinstufungRang BildungRang GesundheitRang MobilitätRang DigitalRang Freizeit
Düren147sehr gut ●●●●●1.003572.4732.015190
Merzenich603sehr gut ●●●●●3.3971.0421.4571.841734
Aldenhoven944sehr gut ●●●●●3.4052.1712.4991.031464
Langerwehe1.221sehr gut ●●●●●3.9872.2132.1104.514628
Jülich1.257sehr gut ●●●●●3.0451.1772.0022.3412.700
Kreuzau2.063sehr gut ●●●●●1.6933.2122.6753.7514.018
Niederzier2.149sehr gut ●●●●●5.7362.1321.8041.2483.388
Inden2.745gut
●●●●
3.9143.1402.9095.2613.891
Linnich3.949gut
●●●●
7.1355.3262.7933.3463.757
Nörvenich4.579mittel
●●●
6.7244.2302.5152.4098.215
Titz4.632mittel
●●●
6.7123.8874.0972.7447.248
Vettweiß4.948mittel
●●●
6.3255.1895.5572.9836.052
Heimbach5.957mittel
●●●
7.1285.9063.5285.2418.379
Nideggen6.695schlecht
●●
8.5844.2567.0743.8068.108
Hürtgenwald6.801schlecht
●●
8.1535.9908.7343.6505.510

Daten aus der Übersicht des IW: https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/matthias-diermeier-konrad-doliesen-melinda-fremerey-hendrik-boehmer-jan-felix-engler-jan-wendt-iw-gemeindecheck-wie-gut-ist-meine-gemeinde-versorgt.html

Erläuterung des IW zur Methodik

Für den Gemeindecheck hat das IW alle 10.817 Gemeinden in Deutschland untersucht – anhand von 17 Indikatoren in fünf Bereichen:

  • Bildung (Erreichbarkeit von Grundschulen, weiterführende Schulen, Gymnasien, Versorgung mit Kitas)
  • Gesundheit (Erreichbarkeit von Hausärzten, Krankenhäusern, Apotheken, Pflegeeinrichtungen)
  • Mobilität (Qualität von Brücken, Verbindungen Schienenregionalverkehr, Anbindung an Autobahn und Flughafen)
  • Digitales (Mobilfunkabdeckung, Breitbandverfügbarkeit)
  • Freizeit (Erreichbarkeit von Schwimmbädern, Theatern, Museen)

Die Erreichbarkeiten wurden auf Basis von 100-mal-100-Meter-Zellen des Zensus berechnet und zu einem Gesamtindex aggregiert. Hinzu kommt eine repräsentativ quotierte Befragung von 5.455 Personen, die das Marktforschungsinstitut Bilendi vom 24. Juni bis 6. Juli 2025 durchgeführt hat, quotiert nach Geschlecht und Alter (Kreuzquote), Bundesland und Haushaltsnettoeinkommen.