Auftakt am 13. Juni bei der tu! Hambach – Erzählsalons sind auch Thema beim Indeland-Forum am 17. Juni in Langerwehe
Der Strukturwandel im Indeland verändert Landschaften, Orte und Perspektiven. Mit den Erzählsalons stellt die Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH nun die Menschen in den Mittelpunkt, die diesen Wandel erleben, erinnern und mitgestalten. Gesucht werden persönliche Geschichten, Erfahrungen und Blickwinkel aus der Region: Erinnerungen an den Tagebau, an verschwundene Orte und vertraute Landschaften ebenso wie Erwartungen an den künftigen Indesee und die Zukunft des indelands.
Der Auftakt der Erzählsalons findet am Samstag, 13. Juni, im Rahmen der tu! Hambach auf dem Gelände der ehemaligen Kita in Bürgewald (Ellener Straße 26, 52399 Merzenich) statt. Bei einem Themenlabor können Bürgerinnen und Bürger von 10:30 bis 12:30 Uhr erstmals ihre Geschichten einbringen, miteinander ins Gespräch kommen und ihre Perspektiven auf den Wandel teilen.
Erinnerungen als Teil der Zukunft
Am Mittwoch, 17. Juni, sind die Erzählsalons zudem Thema beim Indeland-Forum 2026 in der Europaschule Langerwehe (Josef-Schwarz-Straße 16, 52379 Langerwehe). Unter dem Titel „Unsere Region, unsere Zukunft“ dreht sich dort alles um die Frage, wie das indeland als lebendiger Ort gestaltet werden kann und welche Rolle Erinnerungen, Erfahrungen und regionale Identität dabei spielen.
„Die Erzählsalons leben davon, dass Menschen ihre ganz eigenen Erfahrungen mitbringen“, sagt Jana Beinlich, Projektmanagerin bei der indeland GmbH. „Es geht nicht um die eine große Erzählung vom Wandel, sondern um viele persönliche Perspektiven: Was war prägend? Was ist verloren gegangen? Was entsteht neu? Diese Stimmen möchten wir aufnehmen, miteinander ins Gespräch bringen und als Teil der regionalen Entwicklung sichtbar machen.“
Kleine Gruppen, persönliche Geschichten
Die Erzählsalons sind moderierte Gesprächsrunden in kleinen Gruppen mit bis zu zehn Teilnehmenden. Im Mittelpunkt stehen persönliche Geschichten statt Diskussionen: Erinnerungen, Erfahrungen, Sorgen und Zukunftsbilder. Die Themen der einzelnen Salons werden gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickelt und je nach Ort thematisch angepasst.
Eingeladen sind Menschen aus dem Indeland, lokale Initiativen, Vereine, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie unterschiedliche Generationen und Stimmen aus der Zivilgesellschaft. Ab August werden die Erzählsalons in allen Indeland-Kommunen fortgesetzt. Bis 2029 sind in jeder Kommune vier Erzählsalons geplant.
Die gesammelten Erzählungen sollen dokumentiert und später redaktionell aufbereitet werden. Geplant ist, sie in Buchform sowie im Rahmen einer Ausstellung sichtbar zu machen. Teilnahme und Aufzeichnung sind freiwillig, der Austausch erfolgt respektvoll und vertraulich.
Wandel als menschliche Erfahrung
„Der Strukturwandel ist nicht nur eine planerische, wirtschaftliche oder landschaftliche Aufgabe. Er ist vor allem eine menschliche Erfahrung“, sagt Christian Rast, Geschäftsführer der indeland GmbH. „Mit den Erzählsalons möchten wir zuhören, sammeln und sichtbar machen, was die Menschen im Indeland bewegt. Ihre Geschichten sind Teil des regionalen Gedächtnisses und zugleich eine wichtige Grundlage dafür, Zukunft gemeinsam zu gestalten.“
Die tu! Hambach bietet dafür einen passenden Rahmen. Als offener Begegnungs- und Lernort bringt sie vom 10. bis 14. Juni unterschiedliche Akteurinnen und Akteure aus Region, Wissenschaft, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Kultur und Öffentlichkeit zusammen.
Die Erzählsalons werden im Rahmen des Strukturwandels im Rheinischen Revier durch das Bundesprogramm STARK gefördert. Durchgeführt wird das Projekt bis August 2029 zunächst in den sieben Indeland-Kommunen Aldenhoven, Eschweiler, Inden, Jülich, Langerwehe, Linnich und Niederzier sowie in einer weiteren Kommune im Rheinischen Revier.
Weitere Informationen: www.indeland.de/projekte/erzaehlsalons
Quelle: Indeland GmbH









