Düren. Mit dem innovativen Projekt „Oldschool“ geht die VHS Rur-Eifel neue Wege in der Bildungsarbeit: Ziel ist es, lebensältere Menschen, also Menschen im Alter zwischen etwa 60 und 80 Jahren, direkt vor Ort an digitale Lebenswelten heranzuführen.
Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Innovationsfonds des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
Kernstück des Projekts ist ein vollständig ausgestattetes „Entwicklungs-Mobil“, ein mobiles Klassenzimmer, das in den zehn an die VHS Rur-Eifel angeschlossenen Kommunen im Kreis Düren eingesetzt wird. Begleitet von einem erfahrenen Team und speziell geschulten „Lotsen“ erhalten Bürgerinnen und Bürger niedrigschwellige Unterstützung im Umgang mit digitalen Technologien.
Das Angebot richtet sich insbesondere an Menschen im sogenannten „dritten Lebensalter“, die bislang nur schwer durch klassische Bildungsangebote erreicht werden konnten. Viele von ihnen stehen der Digitalisierung mit Unsicherheit gegenüber, obwohl gleichzeitig ein großes Interesse besteht, digitale Möglichkeiten im Alltag zu nutzen – etwa für die Kommunikation mit Familie und Freunden, Online-Einkäufe, Bankgeschäfte oder digitale Arztsprechstunden.
Das Projekt setzt genau hier an: Statt die Zielgruppe in Bildungseinrichtungen zu holen, bringt „Oldschool“ die Angebote direkt zu den Menschen. Das Entwicklungs-Mobil wird erstmals im Mai und Juni 2026 in den Kommunen der VHS Rur-Eifel unterwegs sein. Interessierte können sich vor Ort informieren, Fragen stellen und die digitalen Anwendungen in ruhiger Atmosphäre kennenlernen. Eine Begleitung durch Vertrauenspersonen ist ausdrücklich willkommen.
In einem weiteren Schritt werden Anfang September 2026 vertiefende Schulungen in kleinen Gruppen im Entwicklungs-Mobil vor Ort angeboten, die sich an den zuvor ermittelten Bedarfen orientieren. Sämtliche Angebote sind für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenfrei.
„Neben der Wissensvermittlung verfolgt das Projekt ein übergeordnetes Ziel: gesellschaftliche Teilhabe zu stärken und digitale Barrieren abzubauen. Gerade für ältere Menschen kann der Zugang zu digitalen Angeboten ein wichtiger Beitrag zur Selbstständigkeit und sozialen Vernetzung sein“, erklärt Dr. Wilma Viol, die Leiterin der VHS Rur-Eifel.
Die VHS lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie lokale Akteurinnen und Akteure ein, das Projekt aktiv zu unterstützen und potenzielle Teilnehmende anzusprechen. Hinweise zu geeigneten Standorten oder Zielgruppen sind ausdrücklich erwünscht.
Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der VHS Rur-Eifel sowie online unter www.vhs-rur-eifel.de.









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