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SWD powervolleys Düren: Saisonende nach großem Kampf

Siebe Korenblek hat Lufthoheit am Netz. Am Ende musste sich der Dürener Blocker mit seinem Team der SVG Lüneburg geschlagen geben. Foto: jd-photoart.de


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Siebe Korenblek hat Lufthoheit am Netz. Am Ende musste sich der Dürener Blocker mit seinem Team der SVG Lüneburg geschlagen geben. Foto: jd-photoart.de

Die Volleyball Bundesliga-Saison der SWD powervolleys endet im Halbfinale. Pokalsieger und Favorit SVG Lüneburg schlägt immer noch stark angeschlagene Dürener mit 3:1 und steht damit im Finale. 20:25, 24:2, 25:22, 25:2 lauteten die Satzergebnisse aus Dürener Sicht. Nach dem 0:3 in Lüneburg im Hinspiel ist die Dürener Saison vorbei. Sie endet mit der Bronzemedaille.
Düren ist also raus, aber mit tosendem Applaus. Das Publikum honorierte eine angeschlagene Mannschaft mit großem Kämpferherz.

„Maximal stolz“

Das war so groß, dass beinahe das gesamte Spiel gekippt wäre. Düren wehrte sich, kämpfte sich in die Partie und kam auf Augenhöhe an. Gereicht hat das trotzdem nicht, weil Lüneburg die Dürener Leidenschaft im vierten Satz mit eiskalter Klasse von der Aufschlaglinie kontert.
„Ich bin maximal stolz auf mein Team. Dieses Verletzungspech ist unglücklich. Ich hätte von der Mannschaft nicht mehr verlangen können, als sie heute gezeigt hat. Wie stünde Lüneburg da, wenn drei von vier Außenangreifer bei ihnen verletzt wären“, lobte Trainer Christophe Achten den unbedingte Willen seiner Mannschaft.

Düren spielt mit viel Herz

Erneut hatte das Team mit Ryan Poole nur einen positionsgetreuen Außenangreifer auf dem Feld, weil alle anderen verletzt waren. Erneut half der gelernte Mittelblocker Kyle Paulson aus. „Kyle hat das überragend gemacht“, sagte Christophe Achten. So schaffte es Düren bemerkenswerterweise über lange Zeit, im Spiel zu sein. Es ist allerdings eine andere Geschichte, Lüneburg mit all seiner Konsequenz und Klasse zu schlagen.
Denn genau in der Phase, als Düren drauf und dran war, die Partie komplett zu kippen, schlug Lüneburg eiskalt zurück. Zuerst in Satz zwei, in dem Düren kurz vor Schluss die Nase vorne hatte und dann von einem Lüneburger Ass abgeschossen wurde. Bis dahin war es zwei Sätze lang die SVG Lüneburg, die die langen Ballwechsel gewinnen konnte. Das änderte sich. Vor allem in der ersten Hälfte des vierten Satzes begeisterte Düren die Zuschauer mit Highlight-Rettungsaktionen und großem Mut im Angriff. Und es gelang ihnen, die SVG aus dem Konzept zu bringen. „Düren hat mit enorm viel Herz gespielt und sich in das Spiel gekämpft. Das war deswegen richtig gutes Niveau“, lobte SVG-Trainer Stefan Hübner, der Düren für diese Leistung angesichts der Verletzungen Respekt zollte.

Lüneburg kontert eiskalt

Nach dem bitteren Verlust des zweiten Satzes konnte sich Düren tatsächlich steigern und in Durchgang drei eine zwischenzeitliche 23:18-Führung herausarbeiten. Lüneburg hielt noch einmal mit dem Aufschlag dagegen. Jordan Canham machte dann aber mit seinem Angriff zum 25:22 den Sack zu. Das gelang Düren trotz enorm starken Spiels in Satz vier nicht noch einmal. 17:12 war die Mannschaft mit begeisternder Spielweise zwischenzeitlich enteilt. Die SVG holte die Gastgeber wieder ein. Zuerst mit einer beeindruckenden Aufschlagserie des eingewechselten Axel Larsen, der seinem Team eine 23:22-Führung ermöglichte. Den finalen Stoß versetzte anschließend Namensvetter Axel Enlund, der Dürens Saison mit einem beeindruckenden Ass zum 27:25 beendete.
„Es ist schade, dass die Saison so endet. Wir haben eine sehr besondere Mannschaft, die heute nicht nur den fünften Satz verdient hatte, sondern am Ende weniger Verletzungspech. Mit dieser Einstellung und einem kompletten Kader hätte ich gerne gesehen, wie diese Serie verlaufen wäre“, sagte Christophe Achten abschließend.